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Als Betreiber einer öffentlichen Ladestation von der THG-Quote profitieren

Der Klimawandel schreitet voran und Deutschland hat sich verpflichtet, ab 2045 die Klimaneutralität zu garantieren. Schon heute werden daher von Seiten der Regierung Maßnahmen ergriffen, um bis zum genannten Termin die Emissionen von Treibhausgasen zu senken.

Im Bereich Elektromobilität greift die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote). Dabei erwerben Industriebetriebe, die als große Emittenten gelten, Zertifikate von nachhaltig arbeitenden Marktteilnehmern mit dem Ziel, ihre Treibhausgasbilanz zu verbessern.

Die ersten Jahre seit Bestehen der Regelung profitierten vornehmlich große Versorgungsunternehmen von der Quote und der damit verbundenen THG-Prämie. Diese schöpfen wegen des hohen Anteils von erneuerbaren Energien im deutschen Energiemix ihre Quote nicht aus. Seit 2022 wurde die Regelung um Elektroautos erweitert. Außerdem können Betreiber von Stromtankstellen, die öffentlich zugänglich sind, die THG-Quote für Ladesäulen geltend machen. Welche Aspekte sind dabei zu berücksichtigen?

Was genau ist die THG-Quote?

Die Bundesrepublik ist ein Land, das seinen Reichtum hauptsächlich seiner gut funktionierenden Industrie zu verdanken hat. Die Kehrseite der Medaille dabei ist, dass dieser Wohlstand von einem überaus großen Ausstoß an CO2 begleitet wird. Das Gas wird als ursächlich angesehen für die Erwärmung der Atmosphäre mit all ihren negativen Auswirkungen auf das Weltklima.

Mit der THG-Quote wurde ein Instrument geschaffen, das die Emissionen im Verkehrssektor reduziert. Dieser ist für rund 25 Prozent des deutschen Ausstoßes verantwortlich. Dahinter steckt der Gedanke, dass große Treibhausgasemittenten aus der Mineralölindustrie dazu angehalten werden, ihre Produkte nachhaltiger zu produzieren. 2024 wird dabei eine Quote von 9,25 Prozent gefordert, die bis 2030 schrittweise auf 25 Prozent steigt. Bei Nichteinhaltung dieser Vorgabe müssen die Konzerne mit hohen Strafzahlungen rechnen.

Es wird dabei davon ausgegangen, dass die Unternehmen diese Quote nicht einhalten können. Um die Strafzahlungen zu kompensieren, dürfen sie aber Zertifikate von Unternehmen und Privatleuten erwerben, die umweltschonend agieren. Diese profitieren von den Geldern in Form einer THG-Prämie.

Warum wurde die THG-Quote eingeführt?

Die THG-Quote wurde schon 2015 von der Regierung Merkel eingeführt. Unter der Ägide der Ampel wurde die Quotenregelung auf den Bereich Elektromobilität ausgeweitet, wodurch die damit verbundenen Prämien für die breite Bevölkerung zugänglich sind. Berlin verfolgt mit der THG-Quote mehrere Ziele:

  • Automatischer Preisanstieg für fossile Antriebe
  • Schrittweise Verbilligung der Elektromobilität
  • Beschleunigung des Ausbaus einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur

Wer kann von der THG-Quote profitieren?

Die THG-Prämie steht jedem Halter eines vollelektrisch betriebenen Elektrofahrzeugs zu. Dies gilt sowohl für Privatwagen als auch für Dienstwagen und Nutzfahrzeuge. Es spielt auch keine Rolle, ob das Elektrofahrzeug gekauft oder geleast ist. Für 2024 wird, je nach Fahrzeug, eine Prämie von etwa 300 Euro erwartet. Hybride Antriebsformen sind von der Regelung ausgeschlossen.

Außerdem kommt die Prämie Betreibern von Ladestationen zugute, sofern diese öffentlich zugänglich sind. Dabei werden pro geladene Kilowattstunde etwa 15 Cent gezahlt.

Betreiber von Fuhrparks kassieren doppelt

Besonders interessant ist die THG-Quote für Fuhrparkbetreiber und Flottenbesitzer. Diese können die THG-Prämie sowohl für ihre Dienstwagen, Lieferwagen, Mietwagen, LKW und Busse beantragen als auch für ihre Ladestationen.

INFOGRAFIK

Woher stammen die Geldmittel für die mit der THG-Quote verbundenen Prämien?

Die THG-Prämie ist nicht mit der Kaufprämie für Elektroautos zu vergleichen. Letztere musste jetzt eingestellt werden, weil die Regierung sparen muss. Die THG-Quote finanziert sich nicht aus dem Staatshaushalt, es werden keine Steuermittel verwendet. Die ausgezahlten Prämien stammen ausschließlich aus den Gewinnen der Erdölkonzerne.

THG-Prämie für 2024 sichern

Im Prinzip könnte jeder Berechtigte seine THG-Prämie direkt mit den Mineralölunternehmen aushandeln. Dieses Vorgehen wäre jedoch mit einem bürokratischen Aufwand verbunden, welche die damit verbundenen Summen ad absurdum führen würde. Daher werden die Prämien über sogenannte Quotenhändler wie EMOVY beantragt und ausgezahlt.

Die Vermittler bündeln die Anträge ihrer Kunden und schicken sie im Paket ans Umweltbundesamt, unter dessen Federführung der Quotenhandel organisiert ist. Die Beamten prüfen die Anfragen und stellen bei berechtigten Ansprüchen für jedes Elektrofahrzeug und für jede Ladesäule, die den Anforderungen entspricht, ein entsprechendes Zertifikat aus. Diese werden an die Quotenhändler zurückgesendet.

Die Vermittler verkaufen die Zertifikate an die Mineralölgesellschaften. Sobald diese bezahlt haben, überweisen die Händler die Prämien anteilig an ihre Kunden, wobei sie eine Aufwandsentschädigung zurückbehalten.

Zu beachten ist eine Änderung im Bundesimmissionsschutzgesetz, die mit dem Jahreswechsel in Kraft getreten ist. Diese erlaubt es Besitzern von Ladepunkten, deren Strom über eine Photovoltaikanlage produziert wird, ihre Stromtankstelle mit dem öffentlichen Netz zu verbinden. Strom, der aus alternativen Quellen stammt, ist für die Mineralölkonzerne wertvoller als Strom aus fossilen Quellen. Experten erwarten in diesem Fall eine Verdoppelung der Prämie.

THG-Prämie für Ladestationen beantragen – wie ist vorzugehen?

Die Antragstellung ist für Elektrofahrzeuge einfach durchzuführen. Dabei müssen nur der Fahrzeugschein und eine Kopie eines gültigen Ausweises auf der Website des Quotenhändlers hochgeladen sowie eine Bankverbindung angegeben werden.

Für Ladestationen gestaltet sich die Antragstellung etwas aufwändiger. Es sind vier Teilschritte notwendig, um in den Genuss der THG-Prämie zu kommen:

  • Der Ladepunkt ist bei der Bundesnetzagentur zu registrieren.
  • Die Ladestation muss den technischen und regulatorischen Anforderungen der Ladesäulenverordnung (LSV) entsprechen.
  • Nun kann der Quotenhändler kontaktiert werden. Dabei werden die Auszahlungstermine festgelegt. Üblicherweise wird dabei das Quartalsende gewählt.
  • Danach werden die Abnahmemengen turnusmäßig an das Vermittlungsunternehmen gesendet.

Anmeldung bei der Bundesnetzagentur

Die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist mit etwas Aufwand verbunden. In der Regel stehen die Quotenhändler dabei mit ihrer Expertise unterstützend bereit. Es müssen einmalig einige Informationen über die betreffende Stromtankstelle übermittelt werden, damit die Säule korrekt registriert werden kann:

  • Die Betreibernummer bei der Bundesnetzagentur, sofern eine solche schon existiert.
  • Das Datum der Inbetriebnahme und das dazugehörige Protokoll.
  • Das verwendete Steckersystem.
  • Die Anzahl der vorhandenen Ladepunkte.
  • Der exakte Standort in Form der Angabe von Längen- und Breitengrad. Diese Information wird einfach über Google Maps ermittelt.
  • Die angebotenen Bezahlsysteme samt den verwendeten Authentifizierungsverfahren.
  • Die Leistung der Anlage in Kilowatt.
  • Eine Einverständniserklärung der Bundesnetzagentur.
  • Der sogenannte Public Key. Dieser befindet sich in der Regel direkt auf dem Messgerät und bestätigt, dass die Eichrechtskonformität gewahrt ist.

Wann ist eine Ladesäule quotenberechtigt?

Eine Ladesäule muss einige Anforderungen erfüllen, damit das Umweltbundesamt ein Zertifikat ausstellt. Der wichtigste Aspekt dabei ist die öffentliche Zugänglichkeit. Daher sind es vor allem Ladepunkte an Supermarktparkplätzen, Hotelparkplätzen und am Straßenrand, an denen jedes Fahrzeug aufgeladen werden kann, die von der Prämie profitieren. Wird die Ladestelle dagegen beispielsweise nur von den Mitarbeitern einer Firma genutzt, ist eine Prämienzahlung nicht möglich.

Außerdem darf zwischen Nutzern und Betreibern keine vertragliche Bindung bestehen. Besitzer von Elektrofahrzeugen müssen sich spontan entscheiden können, ob sie die Säule in Anspruch nehmen oder nicht. Eine weitere Anforderung besteht darin, dass die in der LSV vorgeschriebenen Bezahlsysteme angeboten werden. Schließlich müssen die Ladepunkte geeicht sein.

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Ein Steinschlag passiert schnell und kann schwere Folgen haben, wenn nicht unverzüglich reagiert wird. Daher sollte man genau wissen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um den durch den Steinschlag verursachten Schaden zu begrenzen und die eigene Sicherheit nicht zu gefährden. Wer den Steinschlag ignoriert, riskiert nicht nur, dass der Schaden größer und eine Reparatur teurer wird, sondern gefährdet auch sich selbst, Fahrzeuginsassen und andere Verkehrsteilnehmer. Was also ist zu tun, wenn man einen Steinschlag bemerkt?

Unverzüglich reagieren und keine Zeit verlieren

Sofern der Steinschlag während der Fahrt bemerkt wird, gilt es zunächst einmal die Ruhe zu bewahren und das Lenkrad in Position zu halten. Auch sollten unnötige Fahrmanöver vorerst unterlassen werden sowie Unebenheiten und Schlaglöchern auszuweichen. In einem nächsten Schritt gilt es, den Steinschlag unverzüglich überprüfen zu lassen, denn auch ein vermeintlich kleiner Schaden kann schnell zu größeren Rissen in der Scheibe führen. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, eine professionelle Werkstatt oder einen Sachverständigen aufzusuchen, da diese Experten in der Lage sind, den Schaden fachgerecht zu begutachten. Sie verfügen über die nötigen Kompetenzen und die Expertise, um den exakten Umfang des Schadens feststellen und eine angemessene Reparaturmethode vorschlagen zu können. Je nach Art und Umfang des Steinschlags kommen folgende Möglichkeiten infrage:

Harzreparatur

Kleinere Schäden durch Steinschläge können relativ unkompliziert durch eine sogenannte Harzreparatur behoben werden. Dabei wird die Schadstelle mit einem speziellen Kunstharz gefüllt, wodurch die Festigkeit der Scheibe wieder gewährleistet ist. Diese Option kommt aber nur dann in Betracht, wenn der Steinschlag keinen Riss in der Scheibe verursacht hat.

Scheibenkleber

Auch bei größeren Schäden ist es nicht zwangsläufig nötig, die Scheibe auszutauschen. Mit speziellem Scheibenkleber lassen sich diese bis zu einem gewissen Umfang beheben. Diese Methode kann auch zur Anwendung kommen, wenn der Steinschlag einen Riss verursacht hat, solange dieser sich in einem bestimmten Rahmen befindet und die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigt wird.

Austausch der Scheibe

Bei größeren Rissen oder starken Beschädigungen an der Scheibe ist in der Regel ein kompletter Austausch notwendig, da diese Schäden die Sicht erheblich beeinträchtigen können und zudem eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Insassen bedeutet. In Deutschland ist dies gesetzlich vorgeschrieben und kann zu Geldbußen sowie einem Punkt in Flensburg führen, wenn dieser Pflicht nicht nachgekommen wird. Unter folgendem Link findet man in Düren einen Sachverständigen für Steinschläge, unter folgendem einen Autoglas-Service in Düren.

Fazit

Ein Steinschlag ist ärgerlich, durch schnelles Reagieren und richtiges Verhalten kann der Schaden aber in vielen Fällen begrenzt werden, wodurch sich der Austausch der Scheibe erübrigt. Wichtig ist, sich wirklich umgehend an einen Sachverständigen oder ein Autoglas-Service zu wenden, um den Schaden begutachten zu lassen und entsprechende Reparaturmaßnahmen einzuleiten. Wer mit einer defekten Windschutzscheibe am Verkehr teilnimmt, gefährdet sich und andere und muss unter Umständen mit einem Bußgeld, sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.

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Mehr Gelassenheit wagen: So schaffen Nervöse eine entspannte Führerschein-Prüfung

Die Fahrprüfung ist für viele angehende Autofahrer ein nervenaufreibendes Ereignis. Die Anspannung, die mit diesem wichtigen Schritt verbunden ist, kann jedoch durch gezielte Vorbereitung und bewährte Techniken erheblich gemindert werden. Dieser Artikel richtet sich an alle nervösen Fahrschüler, die vor ihrer Fahrprüfung stehen. Mit praxiserprobten Tipps und Strategien wollen wir Ihnen helfen, gelassen und selbstbewusst auf die Straße zu gehen.

7 Tipps für eine entspannte Fahrprüfung

Ganz egal, ob Sie einen Schnellkurs für den Führerschein absolvieren oder sich für die traditionelle Form der Ausbildung entschieden haben: Mit unseren praktischen Tipps bleiben auch Nervenbündel in den entscheidenden Prüfungssituationen cool.

1. Frühzeitige Vorbereitung für mentale Stärke

Die Grundlage für eine erfolgreiche Fahrprüfung liegt in einer frühzeitigen und gründlichen Vorbereitung. Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Fahrstunden absolviert haben, um sich sicher und kompetent zu fühlen. Mentale Stärke beginnt mit dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Üben Sie regelmäßig in unterschiedlichen Verkehrssituationen, um Ihr Selbstvertrauen zu stärken.

2. Atemtechniken für Entspannung

Nervosität kann oft zu flacher Atmung führen, was die körperliche Anspannung verstärkt. Bevor Sie in das Fahrzeug steigen, nehmen Sie sich einen Moment, um bewusst tief und langsam zu atmen. Diese Atemtechniken können dazu beitragen, Stress abzubauen und Ihren Geist zu beruhigen. Nutzen Sie diese Technik auch während der Fahrprüfung, um sich zu entspannen und fokussiert zu bleiben.

3. Visualisierungstechniken für Erfolg

Stellen Sie sich vor, wie Sie die Fahrprüfung mit Bravour bestehen. Visualisieren Sie jeden Schritt des Prozesses, von der Begrüßung des Prüfers bis zur erfolgreichen Durchführung der Fahrmanöver. Positive Visualisierung kann dazu beitragen, negative Gedanken zu überwinden und ein positives Mindset zu schaffen.

4. Realitätsnahe Simulationen zur Vorbereitung

Bitten Sie Ihren Fahrlehrer um realitätsnahe Simulationen von Fahrprüfungssituationen. Durch das Üben unter Bedingungen, die denen der tatsächlichen Prüfung ähneln, können Sie sich besser auf das Unbekannte vorbereiten. Diese Art von Training hilft nicht nur bei der technischen Fähigkeiten, sondern baut auch das Vertrauen in Ihre Reaktionen auf.

5. Fragen Sie nach zusätzlicher Unterstützung

Wenn die Nervosität übermäßig wird, zögern Sie nicht, nach zusätzlicher Unterstützung zu fragen. Ihr Fahrlehrer ist erfahren in der Begleitung von nervösen Fahrschülern und kann möglicherweise spezielle Tipps oder Techniken empfehlen. Dies könnte auch eine zusätzliche Fahrstunde oder eine Besprechung vor der Prüfung beinhalten.

6. Bewusste Pausen für mentale Erholung

Zumindest während der theoretischen Prüfung sind kurze Pausen erlaubt. Nutzen Sie diese Momente, um tief durchzuatmen und sich zu entspannen. Eine kurze Pause kann dazu beitragen, aufgestaute Spannung zu lösen und Ihnen die Möglichkeit geben, sich neu zu fokussieren.

7. Akzeptieren Sie Nervosität als normalen Begleiter

Es ist wichtig zu verstehen, dass Nervosität vor einer Fahrprüfung normal ist. Anstatt gegen die Nerven anzukämpfen, akzeptieren Sie sie als Teil des Prozesses. Erfahrene Fahrer erinnern sich oft an ihre eigene Aufregung vor der ersten Fahrprüfung. Die Akzeptanz dieser Emotionen kann dazu beitragen, den Druck zu mindern.

Fazit: Prüfungsangst auf dem Weg zum Führerschein überwinden

Die Fahrprüfung mag eine stressige Herausforderung sein, aber mit der richtigen Vorbereitung und mentalen Strategien können auch nervöse Fahrschüler selbstbewusst auf die Straße gehen. Denken Sie daran, dass Ihr Fahrlehrer nicht nur darauf achtet, Ihre technischen Fähigkeiten zu bewerten, sondern auch darauf, wie Sie unter Druck reagieren. Durch frühzeitige Vorbereitung und die Annahme von Nervosität als normalen Begleiter können Sie auch die praktische Prüfung mit Gelassenheit und Souveränität angehen. Vertrauen Sie in Ihre Fähigkeiten und denken Sie daran, dass die Prüfung ein Schritt auf dem Weg zu einer lebenslangen Fahrkarriere ist.

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Parken ohne Sorgen: Die wichtigsten Regeln im Überblick

Einen Parkplatz zu finden ist oft eine Herausforderung, vor allem in Großstädten, wo der Platz knapp ist. Doch welche Regeln gelten beim Parken in Deutschland eigentlich genau und wie kann man Bußgelder und Abschleppkosten vermeiden? In diesem Artikel gibt es eine Auffrischung zum Thema für alle, bei denen der Fahrschulbesuch schon etwas länger her ist.

Wo und wie lange darf man parken?

Grundsätzlich darf man sein Fahrzeug an jeder Stelle abstellen, an der es nicht ausdrücklich verboten ist. Das heißt, man muss auf Verkehrszeichen, Markierungen und andere Hinweise achten, die das Parken einschränken oder verbieten. Verboten ist das Parken…

  • …auf Gehwegen, Radwegen, Fußgängerüberwegen, Schienen oder Sperrflächen.
  • …vor oder hinter Kreuzungen und Einmündungen im Abstand von weniger als fünf Metern.
  • …vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auch wenn sie nicht benutzt werden.
  • …an engen oder unübersichtlichen Stellen, die den Verkehrsfluss behindern.
  • …an Bushaltestellen im Abstand von weniger als 15 Metern.
  • …an Feuerwehrzufahrten oder Hydranten.
  • …in Feuerwehranfahrtszonen, die durch ein rotes Schild mit weißem Rand gekennzeichnet sind.
  • …in Umweltzonen ohne gültige Umweltplakette.

Wenn man an einer erlaubten Stelle parkt, muss man darauf achten, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß abgesichert ist. Das heißt, man muss die Handbremse anziehen, den Gang einlegen, die Lenkung einschlagen, die Türen abschließen und die Warnblinkanlage einschalten, wenn nötig. Außerdem muss man einen ausreichenden Abstand zu anderen Fahrzeugen halten

Die maximale Parkdauer hängt von der Art des Parkplatzes ab. Wenn es keine Beschränkung gibt, darf man so lange parken, wie man will. Allerdings sollte man sein Fahrzeug regelmäßig bewegen, um zu vermeiden, dass es als Schrottfahrzeug angesehen wird. Wenn es eine Beschränkung gibt, muss man diese einhalten und gegebenenfalls eine Parkscheibe benutzen. Die Parkscheibe muss gut sichtbar sein und darf nicht nachträglich verstellt werden. Wer es komfortabler mag, kann sich auch eine elektrische Parkscheibe kaufen.

Die häufigsten Beschränkungen sind:

  • Parken mit Parkscheibe: Die maximale Parkdauer ist durch ein blaues Schild mit einem weißen P angegeben. Sie kann zwischen 15 Minuten und drei Stunden variieren.
  • Kurzzeitparken: Hier ist die maximale Parkdauer durch ein weißes Schild mit einem roten P angegeben. Sie kann zwischen fünf Minuten und einer Stunde variieren. Um hier zu parken, braucht man kein Ticket oder eine Parkscheibe.
  • Gebührenpflichtiges Parken: Die maximale Parkdauer ist durch ein weißes Schild mit einem schwarzen P angegeben. Sie kann zwischen einer halben Stunde und mehreren Tagen variieren. Um hier zu parken, muss man ein Ticket ziehen und bezahlen. Das Ticket muss gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe gelegt werden.
  • Bewohnerparken: Um hier zu parken, braucht man einen Bewohnerparkausweis, den man bei der zuständigen Behörde beantragen kann. Diese Regelung sorgt vielerorts immer wieder für Ärger. Die maximale Parkdauer ist durch ein weißes Schild mit einem grünen P angegeben. Sie kann zwischen zwei und 24 Stunden variieren.

Was passiert bei Verstößen?

Wer gegen die Parkregeln verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen. Meist sind dies:

  • Bußgeld: Je nach Schwere des Verstoßes kann man ein Bußgeld von 25 bis 100 Euro bekommen. Das Bußgeld muss innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden, sonst kann es sich erhöhen oder zu einem Gerichtsverfahren führen. Die mögliche Höhe von Bußgeldern im Straßenverkehr wurde kürzlich angehoben.
  • Verwarnung: Wenn die Strafe weniger als 55 Euro beträgt, kann man eine Verwarnung bekommen. Das heißt, man kann das Geld vor Ort bezahlen oder innerhalb von sieben Tagen überweisen. Wenn man das nicht tut, wird es zu einem Bußgeldverfahren.
  • Abschleppen: Wenn das Fahrzeug beispielsweise den Verkehr oder Rettungskräfte behindert oder länger als drei Tage unberechtigt parkt, kann es abgeschleppt werden. Die Abschleppkosten muss man selbst tragen und sie können zwischen 100 und 300 Euro liegen. Außerdem muss man das Fahrzeug innerhalb von vier Wochen abholen, sonst kann es verwertet werden.
  • Punkte in Flensburg: Wenn der Verstoß besonders schwerwiegend ist, kann man Punkte in Flensburg bekommen. Das bedeutet, man bekommt einen Eintrag in das Fahreignungsregister, der je nach Schwere des Verstoßes zwischen einem und drei Jahren gültig ist. Bei acht Punkten verliert man den Führerschein.
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