Presseteam NRW J.Priebe

Vettweiß:  Ein größerer Wald- und Flächenbrand hat am Donnerstag im Gemeindegebiet Vettweiß für einen umfangreichen Feuerwehreinsatz gesorgt. Betroffen war der Bereich entlang der L33. Nach Angaben der Einsatzleitung hatte sich ein Brand von einem Stoppelfeld in ein angrenzendes Waldgebiet ausgebreitet.

Zunächst war die Feuerwehr zu einem Brand innerhalb des Waldes alarmiert worden. Aufgrund der raschen Ausbreitung wurde das Einsatzstichwort zunächst auf Flächenbrand BDW-2 und später auf BDW-3, das höchste Stichwort für Waldbrand, erhöht.

Flammen breiten sich vom Feld in den Wald aus

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich darauf, die weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern und die Brandfläche unter Kontrolle zu bringen. Insbesondere sollte verhindert werden, dass sich das Feuer über die L33 hinweg weiter ausbreitet.

„Wir haben es soweit eingegrenzt und vorsichtig unter Kontrolle“, erklärte Einsatzleiter Daniel Strack. Allerdings waren umfangreiche Nachlöscharbeiten erforderlich, da sich Glutnester tief im Boden befanden.

Für eine ausreichende Wasserversorgung musste eine rund 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung von der Ortschaft bis zur Einsatzstelle verlegt werden.

Mehr als 80 Einsatzkräfte vor Ort

Im Einsatz waren sämtliche verfügbaren Kräfte der Feuerwehr Vettweiß. Zusätzlich wurden zwei Einheiten aus Kreuzau eingesetzt. Diese unterstützten zunächst bei der Brandbekämpfung und übernahmen anschließend den Grundschutz, damit der Brandschutz im Gemeindegebiet weiterhin sichergestellt werden konnte.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte außerdem von Feuerwehreinheiten aus Zülpich, insbesondere bei der Brandbekämpfung und Wasserversorgung.

Insgesamt waren nach Angaben der Einsatzleitung 83 Einsatzkräfte unmittelbar an der Einsatzstelle tätig.

Landwirte unterstützen mit großen Wassermengen

Eine wichtige Unterstützung kam von drei Landwirten aus der Region. Mit ihren Tankfahrzeugen beziehungsweise Wasserfässern unterstützten sie die Feuerwehr im Pendelverkehr bei der Wasserversorgung.

Allein ein Fahrzeug konnte rund 37.500 Liter Wasser aufnehmen, ein weiteres rund 9.000 Liter. Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge sorgten damit für eine zusätzliche kontinuierliche Wasserversorgung an der Einsatzstelle.

Drohne liefert Überblick aus der Luft

Aufgrund der zahlreichen parallelen Einsätze im Kreis Düren wurde zusätzlich die Drohneneinheit der Städteregion Aachen hinzugezogen.

Die Drohne ermöglicht den Einsatzkräften einen Überblick über die teilweise schwer einsehbare Brandfläche. Von oben können Ausdehnung und Entwicklung des Brandes beurteilt und mögliche weitere Glut- beziehungsweise Brandnester gezielt aufgespürt werden.

Das DRK kümmerte sich während des lang andauernden Einsatzes um die Versorgung der Feuerwehrleute mit Getränken und sollte später auch eine Warmverpflegung bereitstellen.

L33 bleibt zunächst gesperrt

Die L33 bleibt während der Löscharbeiten gesperrt. Nach Einschätzung der Einsatzleitung werden sich die Arbeiten noch bis in die Dunkelheit hineinziehen.

Sollten die Einsatzkräfte die umfangreichen Nachlöscharbeiten am Donnerstagabend nicht vollständig abschließen können, müssen diese am Freitagmorgen fortgesetzt werden. Gerade die Arbeiten an den zahlreichen Glutnestern im Boden seien aufwendig und zeitintensiv.

Auch die Dunkelheit stellt dabei eine zusätzliche Herausforderung dar. Arbeiten im unübersichtlichen Wald- und Bodenbereich seien bei fehlendem Tageslicht zu gefährlich.

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