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Stromausfälle, Naturereignisse oder überlastete Mobilfunknetze zeigen immer deutlicher, wie wichtig alternative Kommunikationswege sind. Neben PMR-, Freenet- und CB-Funk rückt dabei ein Punkt besonders in den Fokus: Welche Kanäle nutzt man im Ernstfall?
Denn nur wenn möglichst viele Menschen dieselben Notfallkanäle kennen, funktioniert Funkkommunikation in Krisensituationen zuverlässig.


Warum feste Notfallkanäle wichtig sind

Im Alltag werden Funkgeräte oft frei genutzt. In einer Krise kann jedoch schnell Chaos entstehen, wenn niemand weiß, auf welchem Kanal andere erreichbar sind.
Deshalb haben sich in der Funk-Community bestimmte Ruf- und Notfallkanäle etabliert, auf denen zuerst nach Kontakt gesucht wird.

Diese Kanäle sind keine offiziellen Behördenfrequenzen, sondern Community-Empfehlungen für den Jedermannfunk.


PMR-Funk (PMR446) – Notrufkanal im Nahbereich

PMR-Funk bietet 16 Kanäle (in modernen Geräten). Für Not- und Erstkontakt hat sich ein Kanal besonders etabliert:

Empfohlener Notfallkanal PMR

  • Kanal 3 (446.03125 MHz) – häufig als allgemeiner Anrufkanal genutzt
  • Alternative: Kanal 8 (446.09375 MHz) – in vielen Regionen als Backup

Praxis-Tipp:
Im Krisenfall regelmäßig Kanal 3 abhören und dort Erstkontakt aufnehmen. Danach kann man auf freie Kanäle ausweichen.


Freenet – regionaler Anrufkanal

Freenet verfügt über 6 Kanäle im Bereich 149 MHz. Auch hier hat sich ein Anrufkanal etabliert:

Empfohlener Notfallkanal Freenet

  • Kanal 1 (149.0250 MHz) – allgemeiner Rufkanal
  • Alternative: Kanal 5 (149.1125 MHz) – Ausweichkanal

Freenet eignet sich besonders für Kommunikation innerhalb einer Stadt oder Region.


CB-Funk – der klassische Not- und Anrufkanal

Im CB-Funk existieren in Deutschland 80 Kanäle. Seit Jahrzehnten gilt ein Kanal als zentrale Anlaufstelle:

Wichtiger Notfallkanal CB-Funk

  • Kanal 9 AM/FM (27.065 MHz) – traditioneller Notrufkanal
  • Kanal 19 FM (27.185 MHz) – Verkehrs- und Anrufkanal (besonders mobil im Auto)

Im Krisenfall lohnt es sich, beide Kanäle regelmäßig abzuhören.


So funktioniert Funkkommunikation im Ernstfall

Im Notfall empfiehlt sich eine einfache Funk-Strategie:

  1. Gerät einschalten und Notfallkanal abhören
  2. Kurzen allgemeinen Anruf starten („Break Break“ oder „Allgemeiner Anruf“)
  3. Nach Antwort auf freien Kanal wechseln
  4. Notfallkanal weiterhin regelmäßig überwachen

Diese Vorgehensweise verhindert, dass wichtige Kanäle blockiert werden.


Kombination für die Krisenvorsorge

Eine sinnvolle Funk-Grundausstattung kann so aussehen:

  • PMR: Haus, Familie, Nachbarschaft
  • Freenet: Stadtgebiet und Organisation
  • CB-Funk: Regionale und überregionale Kommunikation

Mit bekannten Notfallkanälen steigt die Chance, auch ohne Mobilfunknetz schnell Kontakt zu anderen Funkern aufzubauen.


Fazit

Lizenzfreier Funk wird zunehmend Teil der privaten Krisenvorsorge. Wer seine Geräte kennt und die richtigen Kanäle nutzt, kann im Ernstfall entscheidende Informationen austauschen – unabhängig von Stromnetz, Internet oder Mobilfunk. Die Kenntnis der Notfallkanäle macht Funkgeräte erst wirklich krisentauglich.

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