Düren: Eine 19-Jährige aus Düren ist am Dienstag (08.09.26) Opfer eines Betrugs über die Verkaufsplattform Kleinanzeigen geworden. Die junge Frau hatte dort eine Marken-Tasche zum Verkauf angeboten.
Eine vermeintliche Käuferin meldete sich und wollte die Tasche zunächst über PayPal bezahlen. Nachdem dies angeblich nicht funktioniert habe, sollte die Bezahlfunktion von Kleinanzeigen genutzt werden. Hierzu erhielt die 19-Jährige einen Link per E-Mail, über den sie sich bei Kleinanzeigen autorisieren sollte. Die E-Mail erweckte dabei den Anschein, tatsächlich von Kleinanzeigen zu stammen. Kurz darauf stellte die Geschädigte in ihrem Online-Banking fest, dass eine Echtzeitüberweisung über 485 Euro auf ein ihr unbekanntes Konto erfolgt war. Die Überweisung habe sie nicht selbst getätigt. Ihr Konto ließ sie anschließend bei ihrer Bank für sämtliche Online-Nutzungen sperren.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor gefälschten Zahlungsaufforderungen und Internetseiten. Betrüger versuchen immer wieder, über vermeintliche Kaufabwicklungen an Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen zu gelangen. Wer über Kleinanzeigen etwas verkauft, sollte Links aus E-Mails oder Nachrichten nicht unbedacht anklicken und Zahlungs- oder Autorisierungsvorgänge ausschließlich über die offizielle App beziehungsweise die selbst aufgerufene Internetseite durchführen. Zugangsdaten, PINs oder TANs sollten niemals über einen zugesandten Link eingegeben werden. Vor einer Freigabe im Online-Banking sollte zudem immer genau geprüft werden, welcher Vorgang tatsächlich bestätigt wird. Wer einen Betrugsversuch bemerkt oder eine unberechtigte Zahlung feststellt, sollte unverzüglich seine Bank kontaktieren, den Online-Banking-Zugang sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.