Kreis Düren

In diesem Beitrag werden ständig neue Informationen zur Lage im Waldbrandgebiet mitgeteilt:

12.02 Uhr

Großaufgebot gegen die Flammen: Feuerwehr-Bereitschaft aus dem bergischen Städtedreieck kämpft gegen Rekord-Waldbrand in der Eifel HÜRTGENWALD / WUPPERTAL / SOLINGEN / REMSCHEID.

Im Kampf gegen den bislang größten Waldbrand in Nordrhein-Westfalen sind seit dem heutigen Samstagmorgen auch über 120 Einsatzkräfte aus dem bergischen Städtedreieck im harten Realeinsatz. Im Rahmen des NRW-Landeskonzeptes zur überregionalen Brandbekämpfung unterstützen die Feuerwehren aus Wuppertal, Solingen und Remscheid die lokalen Kräfte im Katastrophengebiet in Hürtgenwald (Eifel).

Nächtlicher Alarm und schneller Aufbruch

Die Alarmierung der bergischen Einheiten erfolgte mitten in der Nacht: Gegen Mitternacht lief der Marschbefehl in der gemeinsamen Feuerwehrleitstelle auf. In den frühen Morgenstunden sammelten sich die Helfer, um den geschlossenen Verband zu formieren. Pünktlich um 05:30 Uhr machten sich schließlich 121 Einsatzkräfte mit insgesamt 33 Spezialfahrzeugen von Wuppertal aus auf den Weg in das Schadensgebiet.

Massiver Löscheinsatz seit den Morgenstunden

Bereits um 07:45 Uhr erreichten die bergischen Retter ihren zugewiesenen Bereitstellungsraum in der Eifel und nahmen unverzüglich die ersten Löschmaßnahmen auf. Die Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände erfordert den koordinierten Einsatz modernster Technik und schwerer Einheiten. [8] Die Kräfte aus dem bergischen Land sollen bis heute Abend gegen 19:00 eingesetzt werden.

Behördenübergreifende Zusammenarbeit und zivile Hilfe im Katastrophengebiet

Der Einsatz in der Eifel gilt als logistische und taktische Meisterleistung. Die Feuerwehrkräfte aus dem Städtedreieck arbeiten vor Ort Hand in Hand mit einem enormen Aufgebot anderer Blaulichtorganisationen, Behörden und privaten Helfern: 

- Landes- und Bundespolizei unterstützen die Brandbekämpfung aus der Luft und am Boden mit mehreren Hubschraubern und schweren Wasserwerfern.

- Das Technische Hilfswerk (THW) sichert die komplexe Logistik, die Kraftstoffversorgung und die Verpflegung der Hundertschaften.

- Lokale Landwirte und Speditionen leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Wasserversorgung. Sie transportieren ununterbrochen Löschwasser mit Güllefässern und großen Lkw-Tankwagen an die schwer zugänglichen Einsatzorte.

- Die Forstbehörde koordiniert gemeinsam mit schweren Baumaschinen das Schlagen von Brandschneisen, um eine weitere Ausbreitung des Feuers im dichten Waldgebiet zu stoppen. [7] - Einheiten aus mehreren Bundesländern sowie die Bundeswehr sind zusammengezogen worden, um die Flammenwände gemeinsam einzudämmen.

Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen, Behörden, zivilen Helfern und Bundesländern läuft absolut reibungslos. Wie lange der Einsatz der bergischen Feuerwehren in Hürtgenwald andauern wird, ist angesichts der Wetterbedingungen und der Dynamik des Großbrandes derzeit noch unklar.

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Bild: M.Pölcher

11.25 Uhr

Der Kreis Düren teilt mit: Uns erreichen Nachfragen, ob Fenster in den betroffenen Gebieten wieder geöffnet werden dürfen. Dies sollte bitte vermieden werden. Alle betroffenen Gebiete werden über die WarnApp Nina informiert, falls die Fenster und Türen wieder geöffnet werden dürfen.

10.14 Uhr

Der Bund unterstützt nun mit weiteren Lösch-Hubschraubern. Insgesamt stehen jetzt 10 Hubschrauber der Bundespolizei, Landespolizei und der Bundeswehr zur Verfügung.

10.30 Uhr

Die Feuerwehr Wuppertal ist seit dem frühen Samstagmorgen (15.08.) im Hürtgenwald im Kreis Düren im Einsatz. Gemeinsam mit Kräften aus Solingen und Remscheid haben sich gegen 4:30 Uhr 44 Einsatzkräfte aus Wuppertal auf den Weg in die Eifel gemacht. Dort brennt eine ausgedehnte Waldfläche Die Bezirksregierung hat am späten Freitagabend die "Bereitschaft 5" angefordert. Das ist ein Einsatzverband der Feuerwehren im Bergischen Städtedreieck, die bei überörtlichen Lagen hilft. Sie umfasst 33 Fahrzeuge und über 120 Einsatzkräfte. Dazu gehören unter anderem drei komplette Löschzüge je Feuerwehr, in diesem Fall ergänzt durch Tanklöschfahrzeuge, mit denen die Wasserversorgung bei Waldbränden sichergestellt wird. Inzwischen hat der Einsatz in der Gemeinde Hürtgenwald für die Wuppertaler Feuerwehrleute begonnen, er wird voraussichtlich über zwölf Stunden dauern. Unter ihnen sind vor allem ehrenamtliche Kräfte verschiedener Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr.

9.35 Uhr

Nach der Lagebesprechung am frühen Samstagmorgen steht fest: Die Brandlage ist statisch, also unverändert. Das ist eine positive Nachricht, da sich der Brandherd in der Nacht nicht vergrößert hat. Die Lösch-Hubschrauber sind wieder im Einsatz und so wird das Feuer im Hürtgenwald weiter bekämpft.

Inzwischen sind 1400 Kräfte im Einsatz. Darunter die Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, Hilfsorganisationen wie THW, Malteser, Johanniter und das Deutsche Rote Kreuz. Aber auch nach wie vor viele freiwillige Helfer, insbesondere Landwirte. Ziel ist, die Ausweitung des Feuers weiterhin zu verhindern. Die Einsatzkräfte bereiten sich darauf vor, dass im Laufe des Vormittags Wind aus Richtung Norden aufzieht. Wie sich das auf die Lage auswirkt, ist derzeit unklar.

Die Anwohnerinnen und Anwohner aus den Ortsteilen Vossenack, Hürtgen, Kleinhau, Großhau und Simonskall werden aufgrund der anhaltenden Löscharbeiten dazu aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen.

Die Evakuierung für den Ortsteil Gey wird weiterhin aus Sicherheitsgründen aufrechterhalten. Anlaufstelle für alle Betroffenen ist die Förderschule Athenée Royal in Düren, Rudolf-Diesel-Straße 19. Betroffene werden umgehend informiert, wenn sich an der Situation etwas ändert.

Der Kreis Düren hat eine Hotline für besorgte Bürgerinnen und Bürger freigeschaltet. Dies dient unter anderem dazu, die Leitstelle des Kreises zu entlasten. Rufen Sie bitte zunächst hier an: 02421/221011999, wenn es sich nicht um einen akuten Notfall handelt. Erreichbarkeit: Samstag (15.8.) und Sonntag (16.8.) von 8 bis 18 Uhr.

 

Hier zum ersten Teil des BLOG: Waldbrand in Hürtgenwald - Hier alles zur weiteren Entwicklung

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