Düren: Am Badesee Echtz ist es am Freitagmittag zu einem dramatischen Rettungseinsatz gekommen. Gegen 13:40 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert, nachdem ein Jugendlicher im See vermisst gemeldet wurde. Derzeit besteht die Sorge, dass der junge Mensch im Wasser untergegangen sein könnte.
Nach Angaben der Einsatzleitung befanden sich vier Kinder in einem Boot auf dem See. Aus bislang ungeklärten Gründen fiel einer der Jugendlichen plötzlich ins Wasser und tauchte anschließend nicht mehr auf.
Die drei weiteren Kinder blieben körperlich unverletzt. Sie stehen jedoch unter Schock und werden derzeit von Notfallseelsorgern betreut.
„Wir wissen, dass ein Boot mit vier Kindern auf dem Wasser war. Aus bisher ungeklärter Ursache ist ein Kind im jugendlichen Alter ins Wasser gefallen“, erklärte Einsatzleiter Patric Ramacher von der Feuerwehr Düren.
Unmittelbar nach Eingang des Notrufs starteten umfangreiche Suchmaßnahmen. Feuerwehrkräfte durchkämmten das Ufergelände, während ein Hubschrauber den See aus der Luft absuchte.
Zur Unterstützung wurden zudem Taucher der Feuerwehr Köln sowie Einsatzkräfte der DLRG Düren angefordert. Die Feuerwehr Düren selbst verfügt über keine eigenen Einsatztaucher.
Insgesamt sind derzeit mehr als 80 Einsatzkräfte am Badesee im Einsatz.
Hitze erhöht Risiken beim Baden erheblich
Der Vorfall ereignet sich während einer anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen von teils deutlich über 35 Grad. Experten warnen in diesem Zusammenhang vor den oft unterschätzten Gefahren beim Baden.
Gerade nach langer Sonneneinstrahlung kann der Körper stark aufgeheizt sein. Wer dann plötzlich in kühles Wasser springt, riskiert einen Kälteschock. Dieser kann zu:
- Kreislaufproblemen
- Muskelkrämpfen
- Atemnot
- Bewusstlosigkeit
führen.
Besonders gefährlich wird es bei:
- Erschöpfung durch Hitze
- zu wenig Flüssigkeitsaufnahme
- Übermut beim Schwimmen
- fehlender Schwimmweste in Booten
Auch gute Schwimmer können in Not geraten, wenn Kreislauf und Muskulatur unter extremer Hitze bereits belastet sind.
Rettungskräfte appellieren deshalb eindringlich:
- Nie überhitzt ins Wasser springen
- Vorher langsam abkühlen
- Kinder am Wasser niemals unbeaufsichtigt lassen
- Beim Bootfahren Schwimmwesten tragen
Die Suche nach dem vermissten Jugendlichen dauert derzeit an. Weitere Informationen zum Einsatzverlauf liegen bislang nicht vor.