Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, "Wir schaffen das!" - Dieser oft zitierte, häufig gelobte, manchmal auch kritisierte Satz der Bundeskanzlerin hat sich in unserer Stadt Düren und den meisten Städten und Gemeinden Deutschlands bewahrheitet. Auch bei uns war die Ankunft so vieler Flüchtlinge aus Ländern, in denen Krieg und Terror herrschen, die größte Herausforderung des vergangenen Jahres - und sie wird es im Jahr 2016 bleiben!
Herzlich danke ich allen ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Tätigen, aber auch allen Kolleginnen und Kollegen in Stadt- und Kreisverwaltung, bei den Hilfsorganisationen und in vielen anderen Einrichtungen für ihr Engagement zur Bewältigung dieser wirklich großen Aufgabe für uns alle. Die Menschen aus vielen Ländern, die bei uns Schutz suchen, zeigen einmal mehr unsere Zusammengehörigkeit und unsere gemeinsame Verantwortung für diese Erde. Arbeiten wir alle für eine Welt voller Frieden und Gerechtigkeit, in der niemand fliehen und seine Heimat verlassen muss!
Heimat - Dieses Thema wird unser Kulturbetrieb mit seinen Institutionen zum Leitfaden für seine Arbeit in der neuen Saison machen. Dabei werden wir Gelegenheit haben, viele Facetten dieses Menschheitsthemas zu entfalten und ihrer Bedeutung für uns heute nachzuspüren.
Ausbau und weitere Gestaltung unserer Heimatstadt Düren werden uns auch im neuen Jahr besonders beschäftigen. Im Rahmen des sogenannten Masterplanes kommen die ersten Maßnahmen in die Umsetzungsphase. Beginnen werden wir im Frühjahr mit der Umgestaltung und Erneuerung der Fußgängerzone in der unteren Kölnstraße, wodurch sich die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöhen wird. In mehreren Quartieren des Stadtzentrums, aber auch in einigen Stadtteilen, entstehen weitere attraktive Wohngebiete. Insbesondere für junge Familien sind bei ihrer Wohnortentscheidung die Möglichkeiten der Kinderbetreuung ein wichtiges Kriterium. Deshalb setzen wir den Ausbau der Kindertagesstätten ebenso fort wie den der Angebote der Tagespflegestellen. Auch das Schulsanierungsprogramm läuft weiter - von der Modernisierung der Toiletten bis zur Erneuerung von Fachräumen. Wir wollen mit unserer breiten, qualifizierten und differenzierten Schullandschaft Schulstadt für die Region bleiben!
Mit dem von Westen heranrückenden Tagebau Inden rückt auch die Dorfentwicklung im Stadtteil Merken in den Focus. Mit ersten Projekten wie der Umgestaltung der Ortsmitte und Wohnlandentwicklungen werden wir den Ort stärken.
Düren ist und bleibt Stadt des Papiers! Wir beginnen mit dem Ausbau und der Neugestaltung des Papiermuseums nach einer Konzeption, die es zu einem kulturellen "Leuchtturm" mit Ausstrahlung weit über Stadt und Region hinaus machen wird! Papiergeschichte und Papierindustrie sind in der hiesigen Konzentration ein Alleinstellungsmerkmal unserer Stadt, das es bewusst zu machen und herauszustellen gilt.
Bereits diese kleine Auswahl von Vorhaben im neuen Jahr zeigt das vielfältige Leben und zahlreiche lohnende Perspektiven in unserer Stadt. Gehen wir zuversichtlich und mit Gemeinsinn die Herausforderungen, Chancen und auch kommende Schwierigkeiten an!
Ihnen allen wünsche ich Gottes Segen, Gesundheit und Zufriedenheit im Jahr 2016
Ihr
Paul Larue