Im August 2014 trat die Digitale Agenda der Bundesregierung in Kraft – bis August 2017 wird das Reformpaket weitergeführt. Ziel der Agenda ist es, die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen und in sozialverträgliche Bahnen zu lenken. Dadurch soll Deutschland zu einem Wachstumsland für digitale Dienstleistungen und Technologien werden. Laut Internetverband ECO ist die Digitale Agenda bisher ein voller Erfolg. So konnte der Netzausbau in Deutschland vorangetrieben, der digitale Datenschutz erhöht und die Rechtssicherheit im Netz modernisiert sowie an die heutigen Erfordernisse angepasst werden.

Solide Infrastruktur

Besonders die digitale Infrastruktur konnte innerhalb der letzten zwei Jahre enorm verbessert werden. Alleine in diesem Jahr gibt der Bund 4 Milliarden Euro für den Ausbau der Netze aus und versucht bis 2018 ein flächendeckendes Netz mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s zu erschaffen. Im letzten Jahr betrug die Investitionssumme noch 2,7 Milliarden Euro. Diese Investitionen haben ihren Grund, denn ein leistungsstarkes Breitbandnetz zählt zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Digitalisierung. Aufgrund der Bedeutung für die Digitalisierung investiert auch die Privatwirtschaft in den Ausbau des Netzes und die Erhöhung der Rechenkapazitäten in Deutschland. So investieren beispielsweise Anbieter wie 1&1 in ihre Server- und Rechenzentren. Die darin enthaltenen virtuellen, Cloud- und Dedicated Server liefern die Rechenleistung, die Unternehmen für den Sprung in das digitale Zeitalter benötigen – erst dadurch werden Cloud-Speicher, Web-Hosting oder Cloud-Software möglich.

Nachholbedarf in der Rechtsprechung

Verlangsamt wird die Digitalisierung in Deutschland immer noch durch Bedenken über die Sicherheit der Daten. Diese Bedenken bestehen nicht ohne Grund, dazu reicht bereits ein Blick auf die Hackerangriffe der vergangenen Jahre. Der Angriff auf das Netzwerk des Bundestages oder der Datendiebstahl von 30 Millionen Nutzerprofilen des Fremdgehportals Ashley Madison beweist, dass sensible Daten gestohlen werden können – ungeachtet der Sicherheitsvorkehrungen. Um diesem Problem zu begegnen, ist laut ECO die Politik gefragt. Sie muss mit einer Reform der digitalen Rechtsprechung reagieren. Dadurch sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um gegen Cyberkriminelle einfacher vorgehen zu können. Zu den größten Forderungen der Wirtschaft zählt hierbei der Abbau von Bürokratie, damit der Gesetzgeber schnell und innovativ auf die wandlungsfähige digitale Welt reagieren kann. Denn häufig hinkt das Recht den Entwicklungen hinterher – dadurch entstehen rechtliche Grauzonen, die von Kriminellen ausgenutzt werden können.

 

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Was hat die moderne Hirnforschung mit dem Konsumverhalten zu tun?
Entscheidungen und insbesondere Kaufentscheidungen werden selten rational, sondern vielmehr emotional getroffen. Dies wird immer häufiger auch im E-Commerce genutzt. Dazu kommen Strategien aus dem Neuromarketing zum Einsatz.
Was ist Neuromarketing, welche verschiedenen Gehirnbereiche spielen bei der Kaufentscheidung eine Rolle und welche Beispiele gibt es dafür im E-Commerce?


Was genau ist Neuromarketing?


Im Neuromarketing werden die neuesten Forschungserkenntnisse aus der Hirnforschung mit der Marketingpsychologie verknüpft. In Dr. Hans-Georg Häusel's Buch "Neuromarketing",
welches von Haufe verlegt wird, wird Neuromarketing folgendermaßen definiert: Neuromarketing wird "mit dem Einsatz von apparativen Verfahren der Hirnforschung zu Marktforschungszwecken gleichgesetzt". Dazu werden Gehirnreaktionen beim Sehen von Produkten, Logos oder Marken mithilfe von Hirnscannern gemessen. Kernspintomographen zeichnen auf, welche Bereiche des Gehirns wann aktiv sind, und auf die gesehenen Informationen reagieren. Besonders interessant für das Neuromarketing ist das sogenannte Belohnungszentrum im Gehirn. Wenn dieser Bereich aktiviert wird, wird der Kaufimpuls gesteigert und ein positives Gefühl beim Kunden ausgelöst.


Einsatzbereiche des Neuromarketing im E-Commerce


Die Neuromarketing Forschung hat beim Test mit Probanden ermittelt, dass Rabattschilder dafür sorgen,
dass ein Kontrollbereich des Gehirns nicht mehr so gut durchblutet wird. Dadurch ist dieser Bereich weniger aktiv, und der Kaufimpuls wird verstärkt. Diesen Tatbestand können sich Website Besitzer zunutze machen, indem sie Rabattbanner oder andere Preisnachlässe auffällig platzieren.


Eine weitere Erkenntnis, die im Bereich des E-Commerce genutzt werden kann ist folgendes: Menschen reagieren emotionaler auf Gesichter als auf Logos. Ein Paradebeispiel für die emotionale Gestaltung nach Neuromarketing Gesichtspunkten ist der Onlineshop shopshoeguru.com. In diesem Online Schuhgeschäft wird jeder Schuh exklusiv präsentiert. Dabei wird auf jegliche Navigations- und Menüelemente verzichtet und allein der einzelne Schuh steht im Mittelpunkt. Eine Web Arts Studie stellt mithilfe der Magnetresonanztomographie fest, dass dadurch besonders das Belohnungssystem des menschlichen Gehirns stärker durchblutet wird, und damit aktiver ist. Großflächige Bilder sind auch sehr gut dazu geeignet, die Emotionen der Besucher anzusprechen.


Zusammenfassend trifft es die Aussage von Prof. Joachim Bauer perfekt:
Nur wenn ein Verkäufer die genauen Erwartungen und Wünsche seines Kunden weiß, dann erreicht er diesen. Wenn der Kunde glücklich ist, dann wird er auch einkaufen.

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Während E-Sports vor einigen Jahren eher eine Randerscheinung waren und nur die so genannten „Nerds“ wussten, was dies bedeutet, sind sie heute für die Meisten ein Begriff. Die Anzahl der Zuschauer und aktiver Spieler wächst rasant. Auch verschiedene Sportmedien berichten immer häufiger von den aktuellen Geschehnissen in der Szene und den großen E-Sports-Events. Das gestiegene Interesse der Öffentlichkeit ist natürlich sehr wichtig und sie fördern ihrerseits die Wichtigkeit der E-Sports-Meisterschaften mit sehr hohen Preisgeldern.

Was ist E-Sport überhaupt?

E-Sport steht für „elektronischer Sport“. Es handelt sich um einen Wettkampf zwischen zwei Menschen oder zwei Teams aus mehreren Leuten, der mit Hilfe von Computerspielen ausgetragen wird. Der E-Sport wird auf Personal Computern oder auch auf Konsolen ausgetragen. Es kann bequem über das Internet vom heimischen Sofa aus gegeneinander gespielt werden. Die wichtigen Meisterschaften der besten Teams und Spieler werden inzwischen vor großen Zuschauermengen in verschiedenen Hallen und Arenen ausgetragen.

Die meist sehr professionellen Gamer sind inzwischen richtige Stars und können vom Gaming sehr gut leben. Um erfolgreicher Spieler zu werden, ist nicht nur das Beherrschen des eigentlichen Spiels wichtig, sondern auch eine sehr gute Hand-Augen-Koordination, Reaktionsgeschwindigkeit und Durchhaltevermögen.

Wetten auf E-Sports

Da nun E-Sports und vor allem dessen große Meisterschaften mehr und mehr in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken, entdeckte auch die Wettindustrie diese großen Events für sich. Mit der Möglichkeit, auf E-Sports zu wetten, sprechen die Wettanbieter eine ganz neue Zielgruppe an. Es sind nun nicht mehr die normalen Sportbegeisterten, sondern auch die Computerspiel-Verrückten, die in zunehmendem Maß Wetten abgeben. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg der Gesamtwetten, wobei vor allem der E-Sportssektor den größten Anstieg erlebte. Laut Statistik wurden in den ersten 3 Monaten 2016 doppelt so viele Einzelwetten abgegeben als im zweiten Halbjahr 2015. Vor allem in Deutschland boomt das Wetten auf E-Sports-Wettkämpfe. Laut dieser Studie gehen mit über 41 Prozent die meisten Einsätze auf E-Sports-Wetten aus Deutschland ein.

Die Zukunft der E-Sports

Seit Jahren wird diskutiert, ob es sich beim E-Sport um eine wirkliche Sportart handle oder nicht. Nur wenige Länder und deren Verbände, wie zum Beispiel Brasilien, China und Frankreich, erkennen ihn als offizielle Sportart an. Der Deutsche Olympische Sportbund dagegen lehnt seine Anerkennung ab, da die motorische Leistung, die in den Statuten des DOSBs als Grundvoraussetzung einer Sportart gilt, beim E-Sport nur sehr eingeschränkt vorhanden sei.

Ob nun offizielle Sportart oder nicht, das Interesse am elektronischen Sport wird weiter zunehmen. Der rasante Anstieg an Spielern und Fans wird wohl vorerst anhalten und dafür sorgen, dass die einzelnen Wettbewerbe und Spiele, die von den Gamern ausgetragen werden, immer mehr Publizität erhalten. Zur Folge dessen wird die Anzahl der Wetten expandieren, denn die Vergangenheit zeigt: wo ein Wettkampf mit offiziellen Regeln veranstaltet wird, wird auch gewettet.

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Das Spiel um Geld erfährt durch das Internet einen Boom. Die Frage nach der Versteuerung hat deswegen an Bedeutung gewonnen. Immerhin: Für den Löwenanteil der Spieler ist das Finanzamt kein Thema.

Online Casinos sorgen für Marktwachstum

Die Online Casinos haben den realen Spielbanken längst den Rang abgelaufen. Zahlreiche Traditionshäuser mussten bereits schließen, andere verzeichnen rote Zahlen und es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wie lange die Pforten noch geöffnet bleiben. Im Gegensatz dazu registrieren Online Casinos weiterhin steigende Nutzerzahlen. Die Vorteile liegen auf der Hand: rund um die Uhr geöffnet, kein Dresscode, keine Wartezeiten – und das volle Angebot an Spielen. Weitere Anreize wie Willkommensboni kommen noch dazu und machen den Einstieg so einfach wie möglich.

Doch angesichts dieses Booms ist auch das Finanzamt aufmerksam geworden. Schließlich wird ein Großteil aller Glücksspielerträge nicht versteuert, und je größer die Gewinne sind, umso interessanter wird dieses Thema für den Fiskus.

Wichtig: die Definition von Glücksspiel

Im Mittelpunkt steht dabei die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Glücksspielarten. Dort kristallisieren sich zwei Kategorien heraus:

  1. Reines Glücksspiel: Jene Spiele, die ausschließlich vom Glück, also von den Wahrscheinlichkeiten, beeinflusst werden.
  2. Spiele, bei denen Glück nur ein Faktor ist, aber nicht ausschließlich, da es nicht nur um Wahrscheinlichkeiten geht.

Bekannte Vertreter der ersten Kategorie sind Roulette oder Slot Games. Bei diesen macht das Können des Spielers kaum einen Unterschied: Von Runde zu Runde hat man lediglich die Wahl, für welche Wahrscheinlichkeit man sich entscheidet. Reine Glücksspiele sind steuerlich unantastbar, weil sie eben „nur“ auf Glück basieren. Und ohnehin sind dort dauerhafte Gewinne nur selten möglich, da der Bankvorteil immer bei über 50 Prozent liegt – und diese mathematische Tatsache setzt sich auf lange Sicht durch.

Das beste (und wichtigste) Beispiel für Spiele der zweiten Kategorie ist Poker. Beim Poker spielen Spieler schließlich nicht gegen die Bank, sondern gegeneinander. Das Können wird damit zum maßgeblichen Faktor und regelmäßigen Spielern kann eine klare Gewinnabsicht unterstellt werden. Poker-Profis müssen ihre Gewinne also versteuern. Gelegenheitsspieler dagegen nicht, da ihre vereinzelten Gewinne dem Glück zugeordnet werden.

Fazit: Auf das Spiel kommt es an – und auf die Bilanz

Entscheidend für die Versteuerung von Glücksspielgewinnen sind also die Art des Spiels sowie die Regelmäßigkeit. Der größte Teil aller Spieler, ob online oder offline, braucht sich um die Steuer keine Gedanken zu machen. Serien-Sieger im Poker sollten sich allerdings früh mit dem Finanzamt absprechen, um Ärger zu vermeiden. Dasselbe gilt übrigens auch für professionelle Gamer, von denen es in Zukunft noch viel mehr geben wird.

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