Weihnachten steht vor der Tür: Anstatt sich durch dichtgedrängte Shopping-Malls zu zwängen, bevorzugen immer mehr Menschen das bequeme Onlineshopping vom heimischen Rechner aus. Doch in Zeiten des zunehmenden Internetbetrugs sollte man einige grundsätzliche Sicherheitsvorkehrungen treffen – schließlich gibt man sehr sensible Daten in fremde Hände. Wie man vertrauenswürdige Shops erkennt, welche Bezahlmethoden am sichersten sind und warum eine Antivirus-Software so wichtig ist, erklärt unser folgender Ratgeber.

Vertrauenswürdige Shops erkennen

Viele Onlineshops sind ebenso seriös wie die bekannten Einzelhändler in der Fußgängerzone. Neben den großen Versandhäusern gibt es noch unzählige kleine Onlineshops für spezielle Warengruppen oder sogar selbsthergestellte Produkte. Manche Anbieter betreiben sogar parallel einen Webshop und ein Ladengeschäft. Doch es gibt auch schwarze Schafe: Betrüger machen sich das Vertrauen der Konsumenten zunutze und eröffnen gefälschte Shops bekannter Marken. Die einzige Funktion dieser Shops ist das Stehlen sensibler Daten, Zahlungen ohne Gegenleistung zu erhalten oder minderwertige Ware zu verkaufen. Allein 2015 zählte das Bundeskriminalamt 74.421 Fälle von Internet-Warenbetrug. Verbraucher sollten daher unbedingt auf eine gesicherte Verbindung achten, bevor sie Daten eingeben – diese lässt sich anhand des "https" statt eines "http" in der Adresszeile des Browsers erkennen. Zudem gibt es Gütesiegel, wie etwa von Trusted Shops, anhand derer sich seriöse Webshops erkennen lassen.

Sichere Bezahlmethoden wählen

Wer im Internet per Vorkasse bezahlt und auf einen Betrüger hereinfällt, hat wenige Chancen sein Geld wiederzusehen. So warnt auch Christian Aldenhoff von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: "Meist ist die Chance dann sehr gering sein Geld zurückzubekommen". Per Lastschrift kann man einen Auftrag im Gegensatz dazu innerhalb von acht Wochen noch zurückziehen. Auch bei Kreditkartenzahlungen gibt es ähnliche Fristen. Zudem bieten einige Online-Bezahlservices wie PayPal einen umfangreichen Käuferschutz an. Darüber hinaus gibt es zu PayPal noch zahlreiche Alternativen – wie beispielsweise Amazon Payments oder Paydirekt. Ebenfalls sehr sicher sind der Kauf auf Rechnung, der aber nur von wenigen Shops angeboten wird, und das Bezahlen per Nachnahme. Letzteres ist allerdings zugleich die teuerste Variante.

Computer schützen

Grundsätzlich sollte man auf seinem Rechner ein Antivirenprogramm und eine Firewall installiert und eingeschaltet haben. Befindet sich beispielsweise ein sogenannter Keylogger, ein spezieller Trojaner zum Ausspionieren von Tastatureingaben, auf dem Computer, können Internetkriminelle die eigegebenen Kreditkartendaten auslesen. Eine Antivirensoftware erkennt jedoch den Zugriff solcher Schadprogramme (Malware) und entfernt sie. Zumindest sofern die Software aktuell ist: Die Bedrohungen durch Schadsoftware im Netz verändert sich laufend, Schutzprogramme können daher immer nur zeitversetzt reagieren. Umso wichtiger ist es, stets auf die Aktualität der installierten Software zu achten. Die Auswahl reicht von kostenlosen Programmen bis zu teuren Sicherheitspaketen, die sich für ganze Firmennetzwerke eignen. Ein Test von 34 Programmen des unabhängigen Instituts "AV-Test" hat aber ergeben, dass auch kostenlose Software guten Schutz bieten.

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Der Black Friday ist in den USA seit Jahrzehnten der umsatzstärkste Tag des Jahres. Er findet jedes Jahr einen Tag nach Thanksgiving statt, lockt mit einmaligen Rabatten und Sonderangeboten und gilt als der offizielle Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Mittlerweile verbreitet er sich auch immer mehr in anderen Ländern, Deutschland eingeschlossen.

Das Kundeninteresse wächst

Seine Bedeutung hat hierzulande vor allem im Online-Bereich signifikant zugenommen. Das zeigt sich auch in den Suchanfragen bei Google, wo jedes Jahr mehr Leute nach Black Friday-Angeboten suchen. Das Interesse hat laut Google Trends von 2014 zu 2015 um ganze 122% zugenommen. Zum Vergleich: Das Wachstum von 2013 gegenüber 2014 betrug „nur“ 60%.

 

Grafik: Google Trends „Black Friday“

google

 

Dazu kommt: In diesem Jahr konnte bereits im September ein deutlicher Anstieg des Suchvolumens im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden. Fast 84% mehr Suchanfragen waren im September 2016 auf Google zu verzeichnen.

 

Diese Zahlen lassen erahnen, dass auch in diesem November rund um den Black Friday ein weiterer Anstieg zu erwarten ist. Im Vergleich zum Vorjahr sollte das Interesse um weitere 90% zunehmen.

Mit dem gestiegenen Interesse der Kunden und dem erwartbaren großen Umsatz, wird es für Shoppingportale immer attraktiver, spezielle Black Friday-Angebote und Rabattaktionen anzubieten. Am 25. November 2016 wird es nicht nur Mode-Schnäppchen wie bei LadenZeile oder Elektronikartikel wie z.B. bei Cyperport, sondern auch Urlaubsschnäppchen (bei Urlaubspiraten) im Angebot geben. Dieser Tag sollte sich also definitiv für die Kunden lohnen.

 

Wenn der Trend anhält, könnte der Black Friday auch bald bei uns das Weihnachtsgeschäft einläuten und einer der umsatzstärksten Tage des Jahres werden.

VEXCASH Black Friday und Cyber Monday

Im E-Commerce ist Vertrauen besonders wichtig – schließlich stehen sich Kunde und Verkäufer nicht persönlich gegenüber und der Käufer kann erst nach Erhalt der Ware selbige auf Vollständigkeit und Qualität prüfen. Dieser fehlende persönliche Kontakt kann schnell ängstlich machen oder sogar ganz abschrecken. Wer einen Webshop betreibt, sollte daher auf Sicherheit setzen, um Vertrauen aufzubauen und erfolgreich zu bleiben. Mit diesen Mitteln können aus misstrauischen Interessenten treue Stammkunden werden. Obwohl die Anzahl der Online-Käufer laut Statistiken stetig zunimmt, sehen manche Konsumenten das Einkaufen über das Internet nach wie vor mit Skepsis. Daher gilt es, die Anonymität in der digitalen Welt mit entsprechenden Maßnahmen zu überwinden.

Datenschutz gewährleisten

"Damit meine Kunden mir beim Online-Shopping vertrauen, nutze ich SSL-Zertifikate. So kann ich meinen Besuchern zeigen, dass sie durch die verschlüsselte Datenübertragung auf meiner Webseite sicher sind und nichts befürchten müssen." Mit diesem Statement macht Stephanie Steppich, Geschäftsführerin von WARE FREUDE, einem Online-Shop, der handgemachte Fair-Trade-Produkte verkauft, etwas Grundsätzliches deutlich: Die Angst vor dem Missbrauch persönlicher Daten ist groß. Mithilfe von SSL-Zertifikaten wird die Geheimhaltung trotz der Öffentlichkeit des Internets gewahrt. Wer sich unsicher ist, ob die URL, unter der der Onlineshop im Internet zu finden ist, ein korrekt installiertes und funktionierendes SSL-Zertifikat besitzt, kann dies mit einem einfachen und sicheren Test überprüfen.

Wichtige Informationen auf den ersten Klick

Eine übersichtliche Webseite dient nicht nur der Nutzerfreundlichkeit. Noch bevor der Kunde auf den Bestellbutton klickt, sollten die Versandkosten und Lieferzeiten klar ersichtlich sein. Bleiben Fragen offen, wird er ansonsten eher einen anderen Anbieter wählen. Zudem müssen Informationen zu Rücksendemöglichkeiten, Widerrufsfristen und Zahlungsmöglichkeiten bereitgestellt werden – und nicht erst, wenn der Kunde sich mühsam durch ein Registrierungsformular gekämpft hat. Denn die Zeit, die ein Mensch im Internet verbringt, ist kostbar: Während Kunden langsame Verkäufer oder Wartezeiten im Geschäft vor Ort vielleicht noch in Kauf nehmen, weil der nächste Laden zu weit weg ist, ist die Konkurrenz im Netz nur einen Klick entfernt. Falls möglich, sollte dem Kunden auch die Wahl gelassen werden, ob er ein Kundenprofil mit Benutzernamen und Kennwort anlegen oder lieber als Gast bestellen möchte.

Selbstauskunft und Impressum

Sind Angaben zum Verkäufer nur schwer oder gar nicht auffindbar, werden viele Kunden zu Recht misstrauisch. Im Impressum muss der Betreiber des Shops, den Firmensitz, den Namen des Geschäftsführers sowie die Handelsregisternummer angeben. Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sollten auf der Seite leicht zugänglich sein. Besonders gut macht sich eine Unterseite, auf der Bilder, Namen und Position von den wichtigsten Mitarbeitern zu sehen sind. Zudem verleihen Gütesiegel wie "Trusted Shops" und authentische, positive Kundenbewertungen Seriosität, die sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht. Denn im besten Fall erhöht sich nicht nur die Kaufwahrscheinlichkeit, sondern auch die Chance, dass der Kunde zufrieden ist und erneut bestellt. Die wichtigste Regel bleibt somit immer: Wie im echten Leben funktioniert auch im Internet keine Beziehung ohne Vertrauen.

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Im August 2014 trat die Digitale Agenda der Bundesregierung in Kraft – bis August 2017 wird das Reformpaket weitergeführt. Ziel der Agenda ist es, die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen und in sozialverträgliche Bahnen zu lenken. Dadurch soll Deutschland zu einem Wachstumsland für digitale Dienstleistungen und Technologien werden. Laut Internetverband ECO ist die Digitale Agenda bisher ein voller Erfolg. So konnte der Netzausbau in Deutschland vorangetrieben, der digitale Datenschutz erhöht und die Rechtssicherheit im Netz modernisiert sowie an die heutigen Erfordernisse angepasst werden.

Solide Infrastruktur

Besonders die digitale Infrastruktur konnte innerhalb der letzten zwei Jahre enorm verbessert werden. Alleine in diesem Jahr gibt der Bund 4 Milliarden Euro für den Ausbau der Netze aus und versucht bis 2018 ein flächendeckendes Netz mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s zu erschaffen. Im letzten Jahr betrug die Investitionssumme noch 2,7 Milliarden Euro. Diese Investitionen haben ihren Grund, denn ein leistungsstarkes Breitbandnetz zählt zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren der Digitalisierung. Aufgrund der Bedeutung für die Digitalisierung investiert auch die Privatwirtschaft in den Ausbau des Netzes und die Erhöhung der Rechenkapazitäten in Deutschland. So investieren beispielsweise Anbieter wie 1&1 in ihre Server- und Rechenzentren. Die darin enthaltenen virtuellen, Cloud- und Dedicated Server liefern die Rechenleistung, die Unternehmen für den Sprung in das digitale Zeitalter benötigen – erst dadurch werden Cloud-Speicher, Web-Hosting oder Cloud-Software möglich.

Nachholbedarf in der Rechtsprechung

Verlangsamt wird die Digitalisierung in Deutschland immer noch durch Bedenken über die Sicherheit der Daten. Diese Bedenken bestehen nicht ohne Grund, dazu reicht bereits ein Blick auf die Hackerangriffe der vergangenen Jahre. Der Angriff auf das Netzwerk des Bundestages oder der Datendiebstahl von 30 Millionen Nutzerprofilen des Fremdgehportals Ashley Madison beweist, dass sensible Daten gestohlen werden können – ungeachtet der Sicherheitsvorkehrungen. Um diesem Problem zu begegnen, ist laut ECO die Politik gefragt. Sie muss mit einer Reform der digitalen Rechtsprechung reagieren. Dadurch sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um gegen Cyberkriminelle einfacher vorgehen zu können. Zu den größten Forderungen der Wirtschaft zählt hierbei der Abbau von Bürokratie, damit der Gesetzgeber schnell und innovativ auf die wandlungsfähige digitale Welt reagieren kann. Denn häufig hinkt das Recht den Entwicklungen hinterher – dadurch entstehen rechtliche Grauzonen, die von Kriminellen ausgenutzt werden können.

 

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