In Rekordzeit bauten THW-Helfer bei einer Tierseuchen-Einsatzübung diese Dekontami-nationsschleuse auf und nahmen sie in Betrieb. Foto: THW Düren

Düren: Um bestens auf die Bekämpfung von Tierseuchen vorbereiten zu sein, hat das Technische Hilfswerk Düren (THW) jetzt gemeinsam mit dem Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Kreises Düren und der Feuerwehr-Löschgruppe Birkesdorf den Aufbau einer Fahrzeug-Dekontaminationsanlage geprobt. Diese vom THW Düren entwickelte und erbaute Sonderkonstruktion wurde vom Kreis Düren finanziert und ist ständig einsatzbereit.

Belastete Fahrzeuge werden in einer Schleuse abgeduscht
Um die Ausbreitung einer Tierseuche zu unterbinden, muss vor Ort schnellstmöglich ein Hygiene- und Dekontaminationskonzept umgesetzt werden. Fahrzeuge können die betroffene Tierhaltung dann nur noch durch eine Schleuse verlassen. Dazu wurde bei der Übung auf dem THW-Gelände ein Torbogen mit speziellen Düsen errichtet, den die kontaminierten Fahrzeuge passieren müssen. Dabei werden sie mit einem auf die jeweilige Tierseuche ausgewählten Dekontaminationsmittel benetzt. Unzugängliche Stellen werden später von Hand nachdesinfiziert. Das verwendete Mittel wird in einer 30 Meter langen Fahrwanne aufgefangen. Die Feuerwehr-Löschgruppe Birkesdorf stellte die Wasserversorgung vor Ort sicher.

Herausforderung Hand in Hand gemeistert
Bevor die THW-Mitglieder Hand anlegten, hatten die Mitarbeiter des Kreises Düren sie inhaltlich auf ihre äußerst wichtige Aufgabe eingestimmt und dabei Fragen zu Tierseuchen beantwortet. Auch der Eigenschutz der Helfer, etwa beim Ablegen der Spezialkleidung, wurde angesprochen. An der Übung nahmen auch Vertreter aus den THW-Ortsverbänden Jülich und Hürtgenwald teil, die ihre Dürener Kollegen bei längeren Einsätzen mit geschultem Personal unterstützen können. Zudem machte sich ein Vertreter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Kreises Düren ein Bild von der Anlage und überzeugte sich so selbst von deren Einsatzbereitschaft. Dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen den Organisationen und den geübten Handgriffen der Helfer war die Anlage in Rekordzeit einsatzbereit, was vor Ort gebührend gewürdigt wurde.

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