Düren: Die interessanten Motive aus ihrer Heimatstadt gehen Claudia Latotzki nach eigenen Angaben noch lange nicht aus. Auch die mittlerweile 17. Auflage des beliebten Jahreskalenders „Düren, so gesehen …“ mit Bildern der Dürener Fotografin zeigt wieder ungewöhnliche Perspektiven der 90.000-Einwohner-Stadt.
„Wer ernsthaft behauptet, Düren hätte keine schönen Seiten, der braucht bloß ein-mal in den Kalender zu schauen.“, freut sich Bürgermeister Paul Larue bereits auf die kommende Auflage. Der Kalender sei für ihn in mehrfacher Hinsicht ein will-kommenes Präsent, etwa um ehrenamtlichen Kräften damit Dankeschön zu sagen, wie beispielsweise bei den Neujahrsempfängen oder um auswärtigen Gästen besonders attraktive Perspektiven von Düren präsentieren zu können. „Auch das ist eine Form von Stadtmarketing“, so Paul Larue. Überraschendes und vermeintlich Unbekanntes wie zum Beispiel der Echtzer Badesee, der auch einem Naturpark Kanadas entsprungen sein könnte, sind im Jahreskalender 2016 zu sehen. Ebenso wie die beinahe märchenhaft anmutende Pleußmühle. Natürlich ist auch das bekannteste Gebäude der Stadt, das Rathaus, in seinem neuen Kleid abgebildet.
„Wenn man mit offenen Augen durch Düren geht, gibt es immer wieder Neues zu entdecken.“, berichtet Claudia Latotzki und erklärt am Beispiel der neuen, attraktiv angestrahlten Brücke an der Schoellerstraße ihre Arbeitsweise. „Solche Motive kommen auf meine Liste. Irgendwann später, wenn die Lichtbedingungen stimmen, mache ich das Bild.“ So ist auch das Foto von der Derichsweiler Straße mit Blick auf die Gürzenicher Kirche entstanden. „Das hatte ich schon lange vorgemerkt, aber bis alles stimmt, Jahreszeit, Licht und Witterungsbedienungen wie hier der Nebel am frühen Morgen, da muss man schon Geduld haben.“, erläutert die Fotografin. Dass Düren nicht besonders attraktiv sei, kann Claudia Latotzki nicht bestätigen. Aus fotografischer Sicht komme es immer auf den Blickwinkel an. Mit einer gewissen Spannung erwartet sie die baulichen Auswirkungen des Masterplans, der die Dürener Innenstadt in den nächsten Jahren verändern wird. „Es ist also genug zu tun. Ich halte es im Bild fest“, sagt Claudia Latotzki. Der Kalender „So gesehen…“ wird mittlerweile von vielen Dürenerinnen und Dürenern gesammelt, weil er auch ein Stück Stadtentwicklung dokumentiert, weiß Bürgermeister Paul Larue aus Begegnungen und Gesprächen zu berichten.
Er dankte der Fotografin: „Sie leisten Jahr für Jahr mit Ihrem beliebten Düren-Kalender Beiträge für eine Identifikation mit unserer Heimatstadt. Das tut uns gut!“ Sein Dank galt auch der Sparkasse Düren, die das Kalenderprojekt mit Blick auf die kommenden Neujahrsempfänge begleitet hat. „Der Kalender ist nicht nur ein besonderes Präsent, sondern insgesamt auch ein gelungener Beitrag zum Stadtmarketing.“, sagte Uwe Willner, Vorstand der Sparkasse Düren. Warten auf den Kalender muss man allerdings nicht mehr. Der Kalender "Düren ... so gesehen" ist ab sofort im Bürgerbüro am Markt zum Preis von 9,50 Euro erhältlich.