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Gürzenich (red) Wie Örtliche Medien berichten, hat die Mittelstandsvereinigung der CDU (MIT) das alte Munitionsdepot der Bundeswehr in Gürzenich ausgesucht um es in einen Themenpark umzuwandeln. Das Ganze soll dann auf den Namen „World of Music“ (Welt der Musik) getauft werden.

Im Rahmen der Stadtentwicklung fehlt der Stadt Düren das gewisse etwas. Das meint man nun in dem 150ha großen Gelände gefunden zu haben. Die MIT begründet den Standort damit, das Düren Verkehrsgünstig liegt, zb. das drei Flughäfen innerhalb einer Stunde nach Düren führen. Hier sind die Flughäfen Maastricht, Düsseldorf und Köln gemeint.

Weitere Argumente der MIT sind die Fakten das es in Deutschland sehr viele Open-Air-Festivals gibt und Düren an sich, eine Musiktradition hat.

In dem Themen Park soll eben auch deshalb ein Open Air Gelände geschaffen werden. Die Infrastruktur des Areals sei idieal für einen solchen Park. Es gibt ausreichend Parkplätze, große Freiflächen für Bühnen und in den ehemaligen Hallen könnten ebenfalls für mittlere und kleinere Konzerte und Veranstaltungen Bühnen geschaffen werden. Teile der derzeit verfallenden Gebäude könnten nach einer Sanierung genutzt werden.

Wie das ganze Finanziert werden soll, ist noch völlig unklar. Hierzu sucht das MIT zurzeit die Kontakte in der Musikindustrie.

Ist so ein Themenpark überhaupt realistisch und bezahlbar?

Nach Recherche von dueren-magazin.de , hat die Stadt Düren bereits im Jahr 2010 eine Studie über die Folgenutzung des Gelände in Auftrag gegeben.Diese Ergebnisse dürften Potentielle Investoren erheblich abschrecken, in diesem Standort überhaupt zu investierten.

Was wohl nicht bekannt ist in der Form, auch die Gemeinde Hürtgenwald hat ein Mitsprache recht.
Ziel der Studie war es die Potenziale und die Restriktionen des Standortes in einer ganzheitlichen Betrachtung darzustellen und hierauf aufbauend eine städtebaulich und wirtschaftlich tragfähige Nutzungsperspektive für das ehemalige Munitionsdepot aufzuzeigen.

Was Potentielle Investoren z.b. abschrecken wird sind folgende Punkte aus der Studie:
1: Verkehrserschließung schränkt Standortentwicklung erheblich ein;Nachnutzung darf nur so viel Verkehr erzeugen, wie es für die Ortslage von Gürzenich verträglich ist

2: Gleisanschluss: Standortpotenzial, jedoch hoher Unterhaltungsaufwand und nur bei kurzfristiger Wiederinbetriebnahme wirtschaftlich nutzbar

3: Gebäude: „Lebensdauer“ der meisten Gebäude ist abgelaufen; erheblicher Sanierungsaufwand; kaum Drittverwertungsmöglichkeiten; nur wenige Restwerte und zumindest mittelfristig erhaltenswerte Bausubstanz

4: die planungsrechtlichen Restriktionen (Vorgaben Regionalplan; nur außenbereichsverträgliche Folgenutzung, sehr eingeschränkte planungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit) § die erschließungstechnischen Restriktionen (Lage, überdurchschnittliche
Kosten bei der Verkehrserschließung sowie der Ver- und Entsorgung) § die baulichen Restriktionen (bis auf wenige Ausnahmen erheblicher Renovierungs- und Sanierungsaufwand; eingeschränkte Drittverwertbarkeit der Gebäude)

5: Derzeit keine Nachfrage nach Gleisanlagen; ohne zeitnahe Anschlussnutzung droht Verfall und Entwidmung der Schienenstrecke.


Fazit: Es fehlt dem Standort an mittel- und langfristige Verwertungsperspektive!

Ziel war es, der Stadt Düren und der Gemeinde Hürtgenwald, sowie der BIMA als Grundstückseigentümerin, hiermit eine Entscheidungshilfe für die Standortentwicklung an die Hand gegeben werden.

• Es sind vor allem die planungsrechtlichen, die erschließungstechnischen und die baulichen Restriktionen, die die Folgenutzungsperspektive für das Gelände, das zu 80 Prozent aus Waldflächen besteht, bestimmen.
• Aufgrund der ungünstigen Voraussetzungen wird es kaum möglich sein, dem Standort über eine rentierliche Folgenutzung einen Marktzugang zu verschaffen.
• Als Konsequenz daraus ergibt sich als realistische Nachnutzungsperspektive einzig die langfristige (Re-) Integration der Fläche in den Landschaftraum.

Wie man nun sehen kann, gibt es für das Gelände laut Studie eigentlich nur die Renaturierung. Diese allein wird schon teuer und Zeitintensiv ausfallen. Da die Studie warnt das die Renaturierung nicht sich selbst überlassen werden darf.Somit wird es den meisten Investoren zu Risikoreich werden hier auch nur einen Cent locker zu machen.

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