Düren (pm/dn)  Seit 2012 gibt es das Projekt „Kulturrucksack NRW“, das vom Ministerium für Familie, Kinder, Jungend und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen organisatorisch und finanziell unterstützt wird.

In diesem Jahr war die Stadt Düren erstmalig aktiv dabei. Die vier „kulturschaffenden“ Frauen Alexandra Oidtmann, Leiterin der Stadtbücherei, Monika Rothmaier-Szudy, künstlerische Leiterin des Theaters im Haus der Stadt, Musikschulleiterin Andrea Nolte und Kunstvermittlerin Jeannine Bruno vom Leopold-Hoesch-Museum hatten in einjähriger Vorarbeit ein Programm geplant, das unter dem Motto „Come-in-Festival“ erfolgreich verlief.


In den kulturrucksack-Workshops hoben die Kinder und Jugendlichen ab vom Alltag wie hier beim Modern Dance.

In einem breiten Workshop-Angebot erarbeiteten die Kinder und Jugendlichen an verschiedenen Kulturorten der Stadt unter Anleitung von Dozenten und Künstlern ein Projekt. Die Palette reichte vom selbst geschriebenen und verfassten Lied über Tanzperformance bis hin zu einer Papierinstallation im Museum. 104 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich für die Workshops angemeldet. Das Projekt in Düren wurde vom Land NRW insgesamt mit 20.000 Euro gefördert.


Jeannine Bruno findet den Start des Projektes in Düren mit dem „Come-in-Festival“ sehr gelungen: „Bei der Abschlussveranstaltung herrschte eine schöne Atmosphäre. Die Arbeit im Workshop im Museum war sehr fruchtbar. Es ist etwas Besonderes, eine ganze Woche an einem Ort kreativ arbeiten zu können. Kreativität braucht Zeit und Raum, dann bekommt sie eine ganz andere Qualität.“
Zeit und Raum zu geben für Kultur in all ihren Facetten, ist das Anliegen des Projekts „Kulturrucksack“. Es soll Kindern und Jugendlichen vermitteln, wie leicht ein Kulturpaket zu schultern ist, wie unkompliziert der Zugang zu Kultur in der eigenen Stadt im Grunde ist. Schwellenängste werden abgebaut, die Kulturräume in der eigenen Stadt ganz neu erlebt und erschlossen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Workshops zeigten sich ungeheuer interessiert und mit Feuereifer bei der Sache. „Im Manga-Kurs war von den Kindern kein Mucks zu hören. Sie waren total konzentriert“, berichtet Alexandra Oidtmann. Die Dozentinnen und Dozenten hatten sich ins Zeug gelegt, um mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in kurzer Zeit Sehenswertes auf die Beine zu stellen.
Das Projekt Kulturrucksack soll noch weitere vier Jahre weiterlaufen. Die Stadt Düren wird weiter mit an Bord sein und auch für das nächste Jahr ein spannendes Programm erarbeiten, versprechen die Macherinnen. Sie haben schon tausend und eine Idee und jede Menge Motivation. „Die gelungene Abschlussveranstaltung hat uns ermutigt!“, sagen sie.


Im Herbst 2013 soll es in der Rurstadt noch einmal einen „kleinen Nachschlag“ des Sommerfestivals geben. So plant das Museum zum Beispiel die Einbindung der Papierinstallation in eine Ausstellung, die von den Kindern mit vorbereitet wird.

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