Düren: Eine bekannte Masche wurde am Mittwochmittag von einem 28 Jahre alten Mann angewandt, um seine kriminelle Absicht zu verschleiern. "Getarnt" als Mitarbeiter eines Energiekonzerns wollte der Kölner "Kundengespräche" führen und Zählerstände ablesen - eine Finte, denn in Wahrheit wollte er die Hausbewohner um ihr Hab und Gut bringen.

Nicht kalkuliert hatte der Einbrecher jedoch, dass ein vermeintlicher Kunde genau dann heimkehrte, als er bereits dessen Wohnung im Steinweg auf den Kopf gestellt und durchwühlt hatte. Der Geschädigte, ein 57 Jahre alter Mann aus Düren, durchschaute die Machenschaften des Täters und erblickte sofort, dass die Wohnungseingangstür durch einen Tritt gewaltsam geöffnet worden war. Der Schließriegel stand noch in verschlossener Position. Der Dieb stand zu diesem Zeitpunkt im Wohnzimmer inmitten der von ihm angerichteten Unordnung und versuchte, den Dürener mit ausschweifenden Ausflüchten von seiner angeblich guten Absicht zu überzeugen. Hierbei näherte er sich dem Ausgang und flüchtete an seinem Entdecker vorbei in Richtung der Straße "Altenteich". Ungeschickterweise hatte er aber sein Mobiltelefon in der Wohnung des Opfers liegen gelassen, ohne das er scheinbar nicht leben konnte. Er ging das hohe Risiko ein, gefasst zu werden, und lief zurück, um sein Gerät zu holen. Dann klickten die Handschellen, denn dank der guten Personenbeschreibung durch den Zeugen und der umgehend eingeleiteten Fahndung durch die Polizei konnte der Täter gefasst werden. Er sitzt nun im Polizeigewahrsam.

Entwendet hatte der Dieb einen goldenen Dekorationsartikel, so dass der Geschädigte leider nicht nur mit einem Schrecken davon gekommen ist. Dies gilt aber möglicherweise auch für weitere Menschen im Kreisgebiet, denn wie polizeiliche Ermittlungen ergaben, tauchten am Mittwoch in mehreren Ortslagen angebliche Vertreter eines Kölner Versorgungsunternehmens auf, um angeblich Hausbewohner zu beraten und als Kunden zu werben.

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