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Düren: „Einen solchen Dreiklang von Medaillen hatten wir noch nie bei einem Empfang der Stadt für einen Sportler.“ Mit diesen Worten würdigte Bürgermeister Paul Larue die neuesten sportlichen Erfolge von Georg Bauerschmidt,

der bei den Deutschen Meisterschaften im Bumerang-Sport in Köln in seiner Altersklasse Ü50 den Meistertitel holte, in der Gesamtwertung Dritter wurde und in der Disziplin „Genauigkeitswerfen“ den zweiten Platz belegte.

Dass es im Bumerang-Sport nicht nur ums Werfen und Fangen geht, sondern dass es sechs Disziplinen bei den Meisterschaften gibt, war eine der interessanten Einblicke, die Georg Bauerschmidt im Gespräch mit dem Bürgermeister in diese ungewöhnliche Sportart gab, die der Erzieher und Sozialpädagoge seit nahezu 35 Jahren mit Begeisterung ausübt. Damals entdeckte er die Faszination des Bumerangs gemeinsam mit seinem Bruder, der gerade im Hamburger Völkerkundemuseum eine Ausstellung zur Geschichte Australiens zusammenstellte. Beide Brüder trainierten zusammen, ließen sich Material und Baupläne geben und bauten ihre ersten Bumerangs selber. Ein Jahr später nahm Georg Bauerschmidt an seinem ersten Turnier teil und machte die Erfahrung, dass dies etwas ganz anderes ist als das freie Werfen auf der Wiese. Es gibt Punkte für Geschwindigkeit, das heißt schnelles Fangen, für fünfminütiges Ausdauerwerfen, für das gleichzeitige Werfen und Fangen von zwei Bumerangs, für Weite,  für die längste Zeit in der Luft und für Genauigkeitswerfen. „Man muss sich gut darauf vorbereiten“, sagt Georg Bauerschmidt, der vor Jahrzehnten aus beruflichen Gründen nach Düren kam. Er führt sein gutes Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften in Köln auch darauf zurück, dass er widrige Windverhältnisse gut meistern kann. „Es war kappeliger Wind in Köln und Regen zwischendurch: Ein Vorteil für den Norddeutschen, der weiß, wie man bei Wind wirft.“
Dabei hatte sich Georg Bauerschmidt ganz kurzfristig zur Meisterschaft angemeldet, überredet von Freund Heinz-Willi Dammers, denn die letzten 11 Jahre war er als Bumerang-Werfer nicht mehr aktiv, hatte sich statt dessen auf das Schießen mit Langbögen verlegt. „Aber ganz aufgehört habe ich nie mit dem Bumerang-Sport“, gesteht er. Nach wie vor baut er die meisten selber, aus Holz oder Kunststoff, überrascht auch schon mal bei besonderen Ereignissen mit dem Werfen beleuchteter Bumerangs.

Durch den Meisterschaftserfolg ist Georg Bauerschmidt erneut auf den Wettkampf-Geschmack gekommen und denkt über die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2016 in Köln nach. Demnächst wird er Düren verlassen und nach Rostock ziehen, dem Bumerang-Werfen und Feldbogenschießen aber auch dort treu bleiben. „Viele Freundschaften haben mich durch den Sport begleitet. Es waren tolle Jahre. Ich bin dankbar dafür!“, ist seine Bilanz.

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