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Pier (pm/krdn) Der erste Spatenstich ist getan, jetzt tickt die Uhr: Am 1. August 2014, dem Beginn des neuen Kindergartenjahres, soll die zweigruppige Kindertagesstätte am Um-siedlungsstandort Pier ihren Betrieb aufnehmen.

 

40 neue Plätze - davon zwölf für ein- und zweijährige Kinder - sind geplant, um den Betreuungsbedarf in der Gemeinde Langerwehe zu decken. Bekanntlich haben Kinder unter drei Jahren seit dem 1. August 2013 einen gerichtlich einklagbaren Anspruch auf einen wohnortnahen Betreuungsplatz.

Umgesetzt wird das Bauprojekt im Rahmen eines kostengünstigen Investorenmodells. Die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen des Kreises Düren mbH (GIS) ist der Investor und sorgt in Zusammenarbeit mit der Architektin Sibylle Dünn-Bürger aus Niederzier dafür, dass das barrierefreie Gebäude mit seinen knapp 500 Quadratmetern Nutzfläche für 1,24 Millionen Euro fristgerecht fertig wird. Die Gemeinde hat einen Mietvertrag für 30 Jahre unterzeichnet und wird die Kindertagesstätte als Dependance der Einrichtung in Jüngersdorf selbst betreiben. Dass es in der Gemeinde Langerwehe Bedarf für die zusätzlichen Betreuungsplätze gibt, bezweifelt niemand. Schon jetzt sind nahezu alle 40 Plätze belegt, hieß es, als Landrat Wolfgang Spelthahn, Bürgermeister Heinrich Goebbels, GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain, die Architektin und weitere Mitstreiter den symbolhaften ersten Spatenstich vornahmen.

Dem Gebot der inklusiven Erziehung folgend, ist das Gebäude auch für Kinder mit Handicap geeignet. Das Innere ist multifunktional nutzbar, Schiebewände ermöglichen die Öffnung der Gruppenräume zum Foyer hin. Das ist auch mit Blick auf den demografischen Wandel sinnvoll. Sollten die Kinderzahlen künftig sinken, könnte das Haus mit wenig Aufwand seniorengerecht umgebaut werden, um es für diese Zielgruppe nutzbar zu machen.

Beim Spatenstich griff Landrat Wolfgang Spelthahn die aktuelle Diskussion über die Höhe der Jugendamtsumlage auf: "Diese dringend benötigte Einrichtung wird sich mit ihren Betriebskosten natürlich auch im Etat des Kreisjugendamtes niederschlagen." Einmal mehr forderte er Land und Bund auf, sich bei sinnvollen Projekten wie der U3-Betreuung auch an den laufenden Kosten zu beteiligen, um die strukturell unterfinanzierten Kommunen und Kreise zu entlasten.

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