StädteRegion Aachen: Im Zusammenhang mit den Rosenmontagsumzügen stellte die Aachener Polizei insgesamt an die 60 karnevalstypische Einsatzanlässe fest, statistisch gesehen liegt diese Zahl im Durchschnitt. Die starke Präsenz der eingesetzten Polizeikräfte hat auch in diesem Jahr dafür Sorge getragen, dass die Bürgerinnen und Bürger unbeschwert feiern konnten. Randalierern und Straftätern wurde konsequent entgegengetreten.

 

Aachen - Insgesamt verlief der diesjährige Aachener Rosenmontagszug ohne Störungen und weitgehend friedlich. Am Rande des Zuges kam es nur vereinzelt zu den üblichen karnevalstypischen Einsätzen wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen u.a. Die Aachener Polizei musste gegen elf Karnevalisten Platzverweise aussprechen; drei von ihnen sahen die Sachlage anders und mussten zur Durchsetzung der Platzverweise in Gewahrsam genommen werden. Sieben Strafverfahren wurden eingeleitet, davon drei wegen Körperverletzung, eines wegen Sachbeschädigung, zwei wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und eines wegen Gefährdung durch Freisetzen von Giften. Ein alkoholisierter 26-jähriger Mann machte am Adalbertsteinweg um kurz nach 15 Uhr ganz besonders auf sich aufmerksam. Im Vorbeigehen schlug er mit geballter Faust gegen die Seitenscheibe eines mit zwei Beamten besetzten Streifenwagens. Während der anschließenden Kontrolle war der aggressive Mann nicht zu beruhigen und ging stattdessen auf die Polizisten los. Unter lautstarken Beleidigungen versuchte er nach diesen zu treten und zu schlagen. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und zur Wache gebracht. Ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung wurde eingeleitet. In der Komphausbadstraße entzündeten zwei Männer (32 J. und 27 J.) um 15.33 Uhr ein sog. "Bengalisches Feuer" inmitten einer Menschenmenge und setzten damit gleich mehrere Umstehende der Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung aus. Bengalische Feuer brennen bei einer Temperatur von über 1000 Grad und setzen dabei hochgiftige Dämpfe frei. Ein Strafverfahren u.a. wegen Gefährdung durch Freisetzen von Giften wurde eingeleitet. Nach derzeitigem Stand wurde jedoch niemand verletzt. Gegen 15.40 Uhr gerieten zwei Personengruppen in der Stiftstraße aneinander, zunächst nur verbal. Es mündete in einer handfesten Auseinandersetzung zwischen zwei Männern aus Aachen, 17 und 32 Jahre alt. Beide wurden durch Schläge leicht verletzt. Gegen beide wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Ein 31-jähriger Anwohner hatte die Rangelei mitbekommen und durch sein geöffnetes Fenster hindurch heißes Wasser auf die Raufbolde geschüttet. Mehrere Personen erlitten dadurch leichte Verletzungen. Auch er muss sich nun in dem Strafverfahren wegen Körperverletzung verantworten. Eschweiler- Der Rosenmontagszug in Eschweiler verlief aus Sicht der Polizei überwiegend friedlich und ohne größere Störungen. Es waren zumeist alkoholisierte Personen, die durch kleinere Delikte, wie Sachbeschädigungen, randalierendes und pöbelndes Verhalten negativ auffielen. Insgesamt mussten die Beamten sieben von ihnen in Gewahrsam nehmen. Zum Ende des Zuges gegen 18 Uhr kam es dann bei steigendem Alkoholpegel in Höhe Dürener Straße Ecke Schnellengasse zu einer Schlägerei unter mehreren Personen. Im Verlauf dieses Einsatzes kam es zu einer Widerstandshandlung, bei der zwei Polizisten leicht verletzt wurden. Die Beamten nahmen einen Tatverdächtigen fest und zwei Personen in Gewahrsam. Im Verlauf des Abends musste die Polizei noch mehrfach eingreifen, Streitigkeiten schlichten, Streithähne nach Schlägereien trennen und renitente Karnevalisten in Gewahrsam nehmen. So wurden die Einsatzkräfte gegen 20.25 Uhr zu einer größeren Schlägerei in der Grabenstraße gerufen. Im Rahmen der Personalienfeststellung und der Klärung des Sachverhalts verhielt sich ein 20- Jähriger äußerst aggressiv, beleidigte die Beamten und schlug nach ihnen. Der junge Mann musste zu Boden gebracht und gefesselt werden. Während der Fixierung am Boden kam es zu einem medizinischen Notfall, in dessen Verlauf der 20- Jährige durch Polizeibeamte reanimiert werden musste. Beim Eintreffen der herbeigerufenen Rettungskräfte war er wieder bei Bewusstsein. Jegliche Hilfe der Sanitäter lehnte er vehement ab und sperrte sich gegen alle weiteren Maßnahmen. Nach einem erneuten Anfall musste er von den Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht werden. Im Kranken-haus randalierte der 20 -Jährige weiter und beging dort noch eine Sachbeschädigung. Im Laufe des Abends konnte er das Krankenhaus wieder verlassen. Den jungen Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Sachbeschädigung. Gegen 21.30 Uhr kam es in der Schnellengasse zu einem Körperverletzungsdelikt. Ein unbekannter Tatverdächtiger schlug einem 25- jährigen Mann mit einer Bierflasche gegen den Kopf. Der Geschädigte musste schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Fahndung nach dem Täter verlief ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Einen größeren Einsatz von Polizei- und Rettungskräften machte dann eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern nötig. Im Festzelt am Markt zerschlug ein 26- Jähriger ein Bierglas auf dem Kopf eines 19- Jährigen und sprühte ihn anschließend mit Reizstoff ein. Durch das Versprühen des Pfeffersprays musste die Veranstaltung unterbrochen und das Zelt geräumt werden. Nach jetzigem Stand wurden 14 Personen durch das Spray verletzt, elf von ihnen brachten Rettungskräfte ins Krankenhaus. Nachdem die Feuerwehr das Zelt gelüftet hatte, konnte die Veranstaltung fortgesetzt werden. Die Beamten stellten den zunächst flüchtigen Tatverdächtigen in Tatortnähe. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

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