Das neueste Gefährt im Fuhrpark der Aachener Feuerwehr: Das 223.000 Euro teure Einsatzfahrzeug – bezahlt aus Bundesmitteln – ist seit kurzem bei der Freiwilligen Feuerwehr Laurensberg im Einsatz. Foto: Feuerwehr Aachen

Aachen: Es blitzt und blinkt noch: Kein Wunder, denn das neueste Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr in Aachen-Laurensberg ist erst wenige Tage alt. Die Feuerwehr Aachen hatte das hochwertige vom Bund finanzierte Einsatzfahrzeug kurz zuvor in Bonn entgegengenommen. Nun fand die Übergabe an die Kolleginnen und Kollegen in Laurensberg statt. „Mit dieser zusätzlichen Ausstattung wird die kommunale Ausstattung sinnvoll mit einer Bundesausstattung ergänzt und stellt damit eine wichtige Komponente der öffentlichen Gefahrenabwehr dar“, freut sich Bernd Geßmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Aachen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat den gesetzlichen Auftrag, den Brand- und Katastrophenschutz der Länder zu ergänzen. Insbesondere wird damit der Aufgabenbereich des Zivilschutzes abgedeckt. Für den Bund hat diese konzeptionelle Aufgabe das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn übernommen. Gerade im Zivilschutzfall ist mit veränderten Einsatzbedingungen zu rechnen, so dass beispielsweise auch infrastrukturelle Einrichtungen nicht mehr umfassend vorhanden sein werden. Somit könnten beispielsweise Reparaturmöglichkeiten und Ersatzfahrzeuge nicht oder nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen.

Diese Einschätzung ist in die Konzeption des „Löschgruppenfahrzeuges Katastrophenschutz (LF KatS)“ aufgenommen worden. So sind die LF KatS auf geländefähigen Allradfahrgestellen aufgebaut und verfügen über ein Reserverad, welches nicht zur Standardausrüstung dieser Fahrzeuge gehört. Das besondere Fahrgestell ermöglicht daher auch, mit diesem Einsatzfahrzeug beispielsweise zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung unbefestigte Wege zu befahren.

Das Fahrzeug insgesamt ist mit einer umfangreichen feuerwehrtechnischen Beladung ausgestattet, hat einen Löschwassertank von 1000 Litern und kann daher auch für die kommunale Aufgabe des Brandschutzes eingesetzt werden. Die Beschaffungskosten belaufen sich auf 223.000 Euro pro Fahrzeug. Das Beschaffungsprogramm des Bundes umfasst 306 dieser Einsatzfahrzeuge, welche unmittelbar an die örtlichen Feuerwehren übergeben werden. Diese unmittelbare Übergabe ist sinnvoll, da damit auch eine Ersteinweisung der zukünftigen Nutzer in Fahrzeug, Aufbau und Ausrüstung erfolgen kann.

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