Düren: 20 Kinder sitzen gespannt auf ihren Plätzen als Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst der Stadt Düren, die „Spielregeln“ und den Ablauf des Kinderparlaments erklärt, das Kindern die Möglichkeit bietet, sich einzumischen und das Wesen der Demokratie näher gebracht zu bekommen. Die Sitzung wurde aufgrund der noch andauernden Rathaussanierung im Saal des Hauses der Evangelischen Gemeinde zu Düren abgehalten. Sie befasste sich unter dem Vorsitz von Bürgermeister Paul Larue schwerpunktmäßig mit dem Thema „Verkehr“.

Die Kinder hatten sich im Vorfeld gut mit ihren Lehrern und Mitschülern auf das Kinderparlament vorbereitet. In der ersten Stunde gab es zwei Fragerunden, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre  Fragen oder Anliegen an die anwesenden Vertreter von Polizei, Dürener Service Betrieb, Schulverwaltungs- und Sportamt, Gebäudemanagement, Ordnungsamt, Tiefbau und Grünflächenamt sowie natürlich an den Bürgermeister richten konnten. Organisiert wird das Kinderparlament vom Spielpädagogischen Dienst des Jugendamtes, vertreten durch Sabine Wagner. Ulf Opländer zog die Lose für die Reihenfolge der Fragesteller und stand in seiner Funktion als Schulausschussvorsitzender für deren Fragen mit zur Verfügung. Diese reichten von der Breite der Fahrradwege, über Graffiti-Schmierereien auf Spielplätzen bis hin zu dem Wunsch nach einer Eislaufbahn hier in Düren. Die meisten Anliegen der Kinder konnten sofort beantwortet  oder an die zuständigen Ämter weitergeleitet werden. So griff  Bürgermeister Paul Larue den Wunsch einer Schülerin der St. Bonifatius Grundschule nach einer Eisbahn direkt auf und überlegte, ob man nicht den Weihnachtsmarkt für solch eine Attraktion nutzen könne, da der Bau einer Eishalle wohl ohne Investoren nicht zu realisieren sei.
Weitere Anliegen der Kinder waren unter anderem fehlende Ampeln und Straßenbeleuchtungen. Die Fragen, die aufgrund der begrenzten Zeit kein Gehör gefunden haben, konnten bei Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst abgegeben werden. Sie versicherte, dass alle Anregungen weitergeleitet und die Kinder schriftlich über die Bearbeitung der Anträge und das Ergebnis informiert werden. Alles im  Kinderparlament Besprochene wird in einem Protokoll festgehalten, welches dann den Grundschulen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendhilfeausschusses zugesandt wird.


In der zweiten Stunde lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Verkehr“. Hierzu hielten zwei Vertreter der Polizei einen kurzen Vortrag und gingen auf den „24-Stunden-Blitzmarathon“ im September 2014 ein, bei dem auch die Grundschulen beteiligt waren. Sie bezeichneten diesen als „tolle Aktion“, welche in diesem Jahr wiederholt wird. Die Polizisten appellierten außerdem an die Kinder helle Kleidung und beim Radfahren einen Helm zu tragen, damit sie sicher durch den Straßenverkehr kommen.
Das Kinderparlament tagt mindestens zweimal jährlich, so besteht nochmals in diesem Jahr die Möglichkeit, dass Grundschüler ihre Anliegen auf direktem Weg bei Politik und Verwaltung vorbringen können.