Düren: Im Zuge der Prüfungen von Deckenkonstruktionen in städtischen Sporthallen hat die Stadt Düren ab sofort 19 Hallen vorsorglich gesperrt. Die Sperrung dauert bis zum Abschluss der Überprüfungen durch einen externen Sachverständigen, spätestens bis zur Mängelbeseitigung, die in einem Fall bereits begonnen hat.

Nachdem aus Bochum ein Fall bekannt worden war, dass dort in einer Halle Deckenplatten zu Boden gestürzt sind, hatte das Bauministerium des Landes NRW im vergangenen Jahr die Bauaufsichtsbehörden in den Kommunen auf eine mögliche Gefährdung durch mangelhafte Befestigung von Unterdecken hingewiesen. In einem ersten Schritt nahm das städtische Gebäudemanagement daraufhin für eine Bestandsanalyse die insgesamt 42 städtischen Sporthallen in Augenschein. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass in 24 dieser Hallen aufgrund der baulichen Gegebenheiten eine Überprüfung auf mögliche Mängel durch einen Bausachverständigen erfolgen muss.

Zwischenzeitlich sind acht Hallen mit sogenannten Abhangdecken begutachtet und bewertet worden. Bei den Sporthallen des Grundschulverbundes LeNie, hier die Turnhalle in Niederau, der Grundschule Südschule, der Hauptschule Burgauer Allee und die kleine Turnhalle des Gymnasiums am Wirteltor kann nach Schließung der Hallen kurzfristig mit einer notwendigen Nachverschraubung der Decken begonnen werden.
Für die Turnhallen der Grundschulen Mutter Teresa und Paul Gerhardt sowie die
kleine Turnhalle des Rurtal-Gymnasiums ist eine längerfristige Sperrung notwendig, da zur weiteren Bestandsaufnahme die Decken vollständig demontiert und an-schließend neu befestigt werden müssen.

Auch für zwölf weitere Sporthallen mit ähnlichen Deckenkonstruktionen kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese wegen unsachgemäßer Befestigung der Deckenplatten ausreichend Sicherheit bieten. Daher wurden sie heute (12.01.2016) ebenfalls vorsorglich gesperrt. Es handelt sich dabei um die Turnhallen der Grundschulen Derichsweiler, Arnoldsweiler, Peschschule, Grüngürtel, Rölsdorf, St. Bonifatius, Birgel und Hoven, die Turnhalle in Lendersdorf des Grundschulverbundes LeNie sowie die Hallen der Hauptschule Birkesdorf, der Realschule Wernersstraße und der Realschule Bretzelnweg.

Das städtische Gebäudemanagement versucht, mit der Durchführungen der notwendigen Arbeiten schnell zu beginnen, damit die Schließzeiten der Hallen möglichst gering gehalten werden können.

Über das Schulverwaltungs- und Sportamt wurden die betroffenen Schulleitungen und Vereine informiert. Alternative Nutzungsmöglichkeiten für die Schulen werden derzeit geprüft.