Kreis Düren: Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, gehört das bunte Laub für viele Menschen zum Herbst dazu. Was in der Natur schön aussieht, kann auf Gehwegen und Straßen allerdings schnell zum Problem werden. Besonders bei Regen verwandeln sich die Blätter in einen rutschigen Belag, der für Fußgänger und Radfahrer zur Gefahr werden kann.

Deshalb sollten Gehwege regelmäßig von Laub befreit werden. Wer dafür verantwortlich ist, hängt von den örtlichen Straßenreinigungssatzungen ab. In der Stadt Düren wird die Reinigung bestimmter Gehwege auf die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. Welche Straßen darunterfallen, ist im Straßenverzeichnis der Stadt geregelt. Auch in anderen Kommunen können entsprechende Regelungen gelten.

Wer muss das Laub beseitigen?

Grundstückseigentümer sollten prüfen, welche Reinigungspflichten für ihre Straße gelten. Die Verantwortung kann durch entsprechende Vereinbarungen auch auf Mieter oder beauftragte Dienstleister übertragen werden. Entscheidend sind die jeweiligen örtlichen Regelungen.

Wichtig ist: Laub sollte nicht erst dann entfernt werden, wenn sich bereits eine dicke Schicht gebildet hat. Gerade bei feuchter Witterung kann es schnell glatt werden. Auch Abläufe und Straßenrinnen sollten möglichst frei bleiben, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann.

Wohin mit dem Herbstlaub?

Für die Entsorgung gibt es im Kreis Düren verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste ist häufig die Biotonne. Nach Angaben der RegioEntsorgung kann Laub in allen Kommunen des Kreises über die Biotonne entsorgt werden.

Bei größeren Mengen gibt es zusätzliche Angebote: In Heimbach, Inden, Langerwehe, Nideggen und Niederzier können gebührenpflichtige Kraftpapiersäcke genutzt werden. Je nach Kommune stehen außerdem Grünschnittcontainer, Wertstoffhöfe oder Straßensammlungen zur Verfügung.

In der Stadt Düren darf Laub ebenfalls in die Biotonne. Dabei sollte es nicht in Plastiktüten verpackt werden. Fremdstoffe wie Kunststoff, Steine oder Metall gehören grundsätzlich nicht in den Bioabfall.

Laub muss nicht immer entsorgt werden

Wer einen Garten besitzt, kann einen Teil des Laubs auch sinnvoll weiterverwenden. Auf Beeten schützt eine dünne Laubschicht den Boden vor Frost und Austrocknung. In einer ruhigen Ecke des Gartens kann ein Laubhaufen zudem als Winterquartier für Igel und andere Kleintiere dienen.

Auf dem Rasen sollte eine dicke Laubschicht dagegen entfernt werden, weil sie Licht und Luft abhält und den Rasen schädigen kann.

Weitere Informationen

Welche Entsorgungsmöglichkeiten vor Ort bestehen und wann Grünabfälle abgeholt werden, erfahren Bürgerinnen und Bürger bei der RegioEntsorgung. Die Abfall-App „RE-entsorgt“ informiert ebenfalls über Termine und Angebote.

Fazit: Herbstlaub gehört zur Jahreszeit – auf Gehwegen kann es jedoch gefährlich werden. Wer seine Reinigungspflichten kennt und das Laub richtig entsorgt oder im Garten sinnvoll nutzt, leistet einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Umweltschutz.

Quellen und weiterführende Informationen: