Düren: Was könnte hier wachsen? Außer Gras. Vielleicht Bäume und Blumen. Aber auch neue Freundschaften. Genau darum geht es bei den WandelParks: Aus sieben bislang wenig genutzten Grünflächen im indeland sollen lebendige Orte für Natur und Nachbarschaft werden. Die Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH möchte damit zeigen, dass der Strukturwandel nicht nur die Zukunft der Region betrifft, sondern schon heute das Leben in den Kommunen verbessern kann. Wie die WandelParks künftig aussehen, können die Menschen vor Ort mitgestalten. Für die ersten vier Standorte in Aldenhoven, Inden, Langerwehe und Niederzier ist jetzt die Online-Beteiligung unter www.wandelparks.de gestartet. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Kleine Parks für mehr Lebensqualität

Jeder WandelPark soll auf rund 1.000 Quadratmetern ein kleines Stück Lebensqualität schaffen. Gleichzeitig werden die Parks auf den künftigen Indesee hinweisen und über die Entwicklung der Region informieren. Die Grünanlagen werden auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt. Möglich sind beispielsweise schattenspendende Bäume, Sitzgelegenheiten, naturnahe Bepflanzungen oder gemeinschaftlich genutzte Beete. Später sind auch Angebote zum Spielen und Bewegen denkbar.

„Die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihnen in ihrer Nachbarschaft fehlt“, sagt Tom Guse, Projektmanager bei der indeland GmbH. „Vielleicht ist es eine Bank im Schatten, ein schöner Platz zum Treffen oder einfach mehr Grün. Wir möchten zuhören und gemeinsam herausfinden, was zu den einzelnen Orten passt.“

Vier Standorte machen den Anfang

Die ersten WandelParks sind an ganz unterschiedlichen Orten geplant.

In Langerwehe-Luchem soll an der Ecke Driesch/Mittelstraße, direkt am Wehebach, ein grüner Treffpunkt für die Nachbarschaft entstehen.

In Inden/Altdorf und Niederzier sind Teilflächen der örtlichen Friedhöfe vorgesehen. Hier steht eine behutsame Aufwertung im Vordergrund, die den besonderen Charakter dieser Orte der Ruhe und Erinnerung wahrt.

In Aldenhoven ist am Pestalozziring ein WandelPark geplant. Seine Gestaltung wird mit dem benachbarten Quartiersplatz abgestimmt, für den derzeit ein eigener Planungs­wettbewerb läuft.

Beteiligung lädt zum Mitmachen ein

Wer eine Idee hat, kann sie ganz einfach unter www.wandelparks.de einbringen. Die Online-Umfrage dauert nur fünf bis zehn Minuten. Mitmachen können alle, ob jung oder alt, ob allein oder gemeinsam mit anderen. Auch Schulklassen, Kita-Gruppen und Vereine sind herzlich eingeladen.

Die Beteiligung läuft in Langerwehe und Niederzier bis zum 8. November, in Inden bis Anfang Dezember. In Aldenhoven können noch bis voraussichtlich Januar 2027 Vorschläge eingereicht werden; dort soll im Januar zusätzlich ein Workshop stattfinden.

Die indeland GmbH sammelt und prüft die Vorschläge in Abstimmung mit dem beauftragten Landschaftsarchitekturbüro. Alle Rückmeldungen helfen dabei, passende Entwürfe für die vier Standorte zu entwickeln. Diese werden veröffentlicht, bevor die zuständigen kommunalen Gremien über die Gestaltung entscheiden.

Hintergrund: WandelParks im indeland

Die WandelParks sind Teil des Projekts „indelands Regionales Nachhaltigkeitsmanagement 2030 II“ (inReNa 2030 II) der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH. In den sieben indeland-Kommunen sollen bislang wenig genutzte Grünflächen zu naturnahen Orten für Menschen, Pflanzen und Tiere weiterentwickelt werden. Das Vorhaben wird im Rahmen der Fördermaßnahme „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.