Kreis Düren: In diesem Monat ist es genau zehn Jahre her, dass die Jugendberatungsstelle im Südkreis in Kreuzau ihre Tür zum ersten Mal offiziell geöffnet hat. Aufgebaut im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend stärken“, ist die Beratungsstelle seit Beginn ein offener Anlaufpunkt für junge Menschen, die in verschiedenen Lebensbereichen Hilfe benötigen. Oder auch einfach ein offenes Ohr.

In den Räumlichkeiten in Kreuzau steht die Tür offen für Jugendliche und junge Erwachsene, die ihre ganz eigenen Sorgen und Probleme mitbringen. Es geht dabei häufig um Zukunftsängste, Schulden, drohende Wohnungslosigkeit, psychische Belastungen oder das familiäre Umfeld. Manches Mal auch alles zusammen. Aus diesem Grund sind psychologische und pädagogische Fachkräfte als Casemanagerinnen und Streetworkerinnen im gesamten Südkreis unterwegs und bieten jungen Menschen Unterstützung und Beratung. „Wenn jemand hierhin kommt, dann wird er ernst genommen“, sagt Karina Siebertz, Geschäftsführerin Sozialwerk Dürener Christen e.V. Das Angebot der Jugendberatungsstelle sei niedrigschwellig, junge Menschen könnten einfach vorbei kommen, reden und sich beraten lassen. Das Netzwerk ist groß und die Zusammenarbeit aller Beteiligten greift gut ineinander. Der Kreis Düren unterstützt das Projekt ebenfalls.

Dass dies nun schon seit zehn Jahren gelingt und der Bedarf an Beratungen stetig wächst, zeigt, wie wichtig die Jugendberatungsstelle in Kreuzau ist. „Hier wurde in den zehn Jahren unheimlich viel bewegt“, sagt Karina Siebertz. „Wir können unbürokratisch und sofort helfen.“

Die Zusammenarbeit mit Schulen, dem Kreisjugendamt Düren, der Gemeinde Kreuzau, der job-com Kreis Düren und weiteren Einrichtungen ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit. Durch kurze Wege und gegenseitige Unterstützung können passende Unterstützungsangebote gefunden werden. Dies erfolgt nicht immer in der klassischen Beratung, sondern beispielweise beim Frühstück in lockerer Atmosphäre mit der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der job-com und den jungen Menschen. Insgesamt fanden so bereits über 600 junge Menschen Hilfe.