Düren: Nach mehr als sechs Jahren intensiver Arbeit und Beteiligung ist der neue Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Düren nun offiziell in Kraft getreten. Er legt die Grundlage für die künftige räumliche Entwicklung der Stadt und schafft Planungssicherheit für Wohnen, Gewerbe und Infrastruktur.

„Der Aufstellungsprozess war geprägt von intensivem Austausch und einem dialogorientierten Verfahren“, erklärt Niels-Christian Schaffert, Technischer Beigeordneter der Stadt Düren. „Wir haben von Anfang an die Bevölkerung eng einbezogen und über 220 Stellungnahmen ausgewertet. Dabei ist es gelungen, einen ausgewogenen Kompromiss zu finden, der sowohl die Interessen der Bürgerinnen und Bürger als auch die städtebaulichen Anforderungen berücksichtigt.“

Stefan Wessels, Abteilungsleiter Planung im Amt für Stadtentwicklung, ergänzt: „Die unterschiedlichen Planungsstände wurden in Workshops, Bezirksausschüssen und Gesprächen transparent diskutiert. Das Ergebnis bietet nun eine verlässliche Grundlage für die weitere Entwicklung Dürens.“

Der neue Flächennutzungsplan sieht unter anderem erhebliche Erweiterungen der Wohnbauflächen vor. Im Vergleich zum alten Plan von 1999 erhöhen sich die Wohnbauflächen um rd. 121 ha, davon ca. 60 ha durch Flächenneuausweisungen, die restlichen durch Umwandlung von bestehenden gemischten Bauflächen in Wohnbauflächen. Auf den 60 Hektar können künftig zwischen rd. 1.200 und 1.900 neue Wohneinheiten entstehen.

Für Gewerbe und Industrie stehen acht Flächen mit insgesamt 70 Hektar bereit, unter anderem in Talbenden/Rurbenden, an der Henry-Ford-Straße, Stockheimer Landstraße und Im Rossfeld.

Fraktionsübergreifend wird der neue Plan als beispielhaft für einen konstruktiven politischen Diskurs gewürdigt. So habe die Verwaltung den gesamten Prozess zielgerichtet gesteuert, und eine umfangreiche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Behörden ermöglicht, heißt es aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung. Dies habe dazu beigetragen, langfristig tragfähige Kompromisse zu finden.

Mit dem Inkrafttreten des Flächennutzungsplans verfügt Düren nun über ein verbindliches Instrument, das die räumliche Entwicklung strukturiert, Investitionen erleichtert und die städtische Lebensqualität langfristig sichert.