95903520 10222359471520787 2167509594442563584 oAnzeige fountad dueren magazin 09 2020

Hygiene - das Wort leitet sich von Hygieia, der griechischen Göttin der Gesundheit ab und ist gerade in aller Munde. Doch sind möglichst starke Desinfektionsmittel für den Hausbedarf wirklich nötig? Im Grunde nein, denn nur in zwei Fällen ist hundertprozentige Hygiene wichtig: Im klinischen Bereich und dort, wo der wichtigste Grundstoff von guter Hygiene nicht zur Verfügung steht - nämlich Wasser.



Die meisten Stoffe und Partikel auf Oberflächen, Textilien oder der Haut lassen sich durch ausgiebiges Spülen mit genügend Wasser beseitigen. Darüber hinaus sollte man noch einige weitere Hygiene-Tipps beachten, sich beispielsweise häufig die Hände waschen, Oberflächen gründlich putzen, regelmäßig lüften und für Badezimmer und Küche unterschiedliche Reinigungstücher verwenden.

Hygiene durch Wasser


Schon zu Zeiten unserer Groß- und Urgroßmütter war bekannt, dass hygienische Sauberkeit vor allem mit möglichst warmem Wasser und einigen einfachen haushaltsüblichen Hilfsmitteln herstellbar ist. Wäsche wurde mit Seife in großen Kesseln buchstäblich "gekocht" - danach waren Handtücher, Bettlaken und Leibwäsche wieder richtig sauber. Die breite Palette an heute erhältlichen, nicht selten teuren Reinigungsmitteln - für jeden Zweck ein anderes - ist also nicht immer notwendig. Oft sind chemische Reiniger sogar schädlich. Nicht nur für die Umwelt, sondern auch für Menschen, weil darin enthaltene Stoffe zum Beispiel bei Babys allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten auslösen können.

Kaum ein anderer lebensnotwendiger Stoff wird so gründlich und regelmäßig kontrolliert wie unser Trinkwasser, nämlich täglich. Zum Vergleich: Viele Lebensmittel aus dem Supermarkt werden selten mehr als einmal jährlich kontrolliert. Leitungswasser kann also unbedenklich als wichtigster Grundstoff für die Haushaltshygiene verwendet werden.

Hygiene im persönlichen Umfeld ist also sicher und schonend aus der Verbindung von Wasser mit wenigen altbekannten Zusätzen herzustellen.

Wasser mit Salz


Das Rotweinglas ist umgekippt - schnell den Salzstreuer und auf den Tischtuchfleck streuen! Dieser Haushaltstrick aus Großmutters Zeiten dürfte noch den höchsten Bekanntheitsgrad haben. Nicht zuletzt, weil er es zu einer Art festen Requisite in vielen Beziehungskomödien geschafft hat.

Aber auch gegen viele andere Flecken wirkt Salz - sogar mit der Besonderheit, dass nicht immer möglichst warmes Wasser eingesetzt werden muss. Im Gegenteil! Bei allen Flecken, die Eiweiße enthalten - wie Blut, Eigelb, Fleischsäfte - ist es wichtig, den Fleck mit Salz und kaltem Wasser einzureiben und dann auszuspülen.

Wasser mit Essig oder Zitronensäure


Dass Säuren ätzend wirken, ist noch aus dem Chemie-Unterricht bekannt. Das gilt auch für die eher schwachen, natürlichen Säuren, die in den meisten Haushalten in Form von Zitronen und Essig zu finden sind. Sehr glatte Oberflächen können deutlich schlechter von Bakterien, Viren oder Sporen besiedelt werden - und hier kommen die Säuren ins Spiel. Kalkränder oder Schimmelflecken machen die Oberfläche rauer und bieten einen idealen Nährboden für unerwünschte, hygienisch bedenkliche Erreger. Um die Oberflächen wieder glatt zu bekommen, einfach auf Kalkränder und Schimmelflecken etwas Essigwasser auftragen. Nach einer gewissen Einwirkzeit lassen sich Ablagerungen ohne viel Aufwand entfernen. Achtung jedoch - die ätzende Essigsäure schadet vielen natürlichen, empfindlichen Oberflächen wie Holz oder Naturstein und darf darauf nicht verwendet werden!

Wasser mit Soda


In den USA wird "baking soda", im Deutschen auch als (Kaiser-)Natron oder Waschsoda bekannt, schon seit bald 150 Jahren als das häusliche Reinigungswundermittel schlechthin eingesetzt: Sei es als Wäschebleiche oder als Zusatz ins Putzwasser.

Soda wirkt gegen Bakterien, Schimmelpilze und desodorierend gegen Gerüche. Es entfernt schonend Belege und Flecken, sogar manche Verstopfung im Abfluss, wenn man es länger einwirken lässt. Je nach Sorte wird das Sodapulver einfach ins Wasser eingerührt - hier ist die Anweisung auf der jeweiligen Verpackung maßgebend. Dann braucht es nur etwas Zeit, bevor die gewünschte Reinheit wieder erreicht ist.

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