Gesundheit: Dank der Erkenntnisse moderner Medizin, wie beispielsweise die Ausgestaltung ausgewogener Ernährung oder die verbesserte Behandlung von Krankheiten, ist das menschliche Durchschnittsalter kräftig gestiegen. Bestimmte Verschleißerscheinungen, wie den Knorpelverschleiß (Arthrose), kann aber selbst die moderne Medizin nicht verhindern.

Die Arthrose ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern eine natürliche Abnutzung von Knorpelmaterial. Sie kann allerdings durch Krankheiten wie Gicht, Diabetes oder Hämophilie ebenso ausgelöst werden, wie durch degenerativen Verschleiß. Knorpel dienen als Puffer dazu, dass sich Knochen ohne Reibung aneinander bewegen können. Im Laufe der Zeit nutzt sich der Puffer ab, sodass die Knochen im schlimmsten Fall aneinander reiben und die typischen Schmerzen einer Arthrose entstehen. Da jedes Gelenk Knorpel besitzt, können alle Gelenke verschleißen. Allerdings verschleißen Gelenke, die einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind, am ehesten. Entsprechend häufig sind die Formen:
- Kniearthrose
- Hüftarthrose
- Handarthrose
- Schulterarthrose
- Fingerarthrose

Beginnende Anzeichen einer Arthrose sind "Anlaufschmerzen" oder Steifigkeit der Gelenke. Bei Hüftarthrosen fällt es Betroffenen beispielsweise schwer aufzustehen. Auch längeres Sitzen kann wegen der Belastung auf die Hüfte unbequem sein. Ist ein erheblicher Teil des Knorpelmaterials abgerieben, entstehen tiefe Schmerzen in den Gelenken, die in die anliegenden Muskeln ausstrahlen können. Unbehandelt können aus Arthrosen
Gelenkentzündungen erwachsen, die im schlimmsten Fall chronisch werden können.

Hinsichtlich der Behandlung werden unterschieden:
- konservative und
- operative Methoden
Einen erst begonnenen Knorpelabbau können Ärzte nicht aufhalten, allerdings verlangsamen und die Schmerzen lindern, was unter konservative Therapie zusammengefasst wird. Vorderstes Ziel ist, die Schmerzen zu lindern und die Belastung des betroffenen Gelenks zu reduzieren. Dazu gehört u.a., mögliches Übergewicht zu reduzieren, aber auch stützende Muskulatur aufzubauen. Letzteres folgt dem Ansatz, dass durchtrainiertes Muskelgewebe die Last von den Gelenken nimmt. Ferner stimuliert belastungsfreier Sport das Gelenk, die Gelenkflüssigkeit neu anzureichern und so den Knorpelverschleiß zu verlangsamen.


Operativ stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl. Im Laufe einer Arthrose bilden die anliegenden Knochen Auswüchse und freie Gelenkkörper, die durch Reibungen stark schmerzen. Die Arthroskopie, beschränkt sich darauf, das Gelenk zu reinigen und in Verbindung mit dem „Shaving“ kranke Knorpelteile zu entfernen. Sollte weder dies noch die konservativen Methoden wirken, bleibt noch der
Ersatz durch ein künstliches Gelenk. Dank der rasanten Entwicklung der medizinischen Technologie der letzten Jahre gehört die Endoprothetik mittlerweile zum Standard einer orthopädischen Klinik.


Die Arthrose ist derzeit nicht heilbar. Die Forschung arbeitet aber bereits an Stoffen (Fibroblasten-Wachstumsfaktor-18), die den körpereigenen Knorpelanbau stimulieren sollen. Zwar muss ihre Wirksamkeit in laufenden Studien noch belegt werden, doch wäre sie ein weiterer medizinischer Schritt, den menschlichen Körper auch im hohen Alter weiterhin beweglich zu halten.

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