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NRW: Im vergangenen Sommer hat die Landesregierung gemeinsam mit den beteiligten Telekommunikationsunternehmen und Netzbetreibern Verabredungen zum Ausbau der Mobilfunk- und Gigabitversorgung getroffen. Eine erste Zwischenbilanz zeigt: Der mit den Mobilfunkbetreibern geschlossene Pakt wirkt.

Aktuell sind 99 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen durch mindestens einen Anbieter mit schnellem Mobilfunk der vierten Generation (LTE) versorgt. Damit ist dieses Ziel des NRW-Mobilfunkpaktes bereits erreicht – rund drei Jahre eher als der Bund es auf Länderebene vorsieht. Auch der Ausbau von Glasfasernetzen kommt voran: Derzeit sind 16 Prozent der Schulen angeschlossen. Durch derzeit bereits laufende und geplante Ausbauprojekte wird der Anteil bis Ende 2020 auf 60 Prozent steigen. Im gleichen Zeitraum werden 37 Prozent der Gewerbegebiete an das Gigabitnetz angebunden sein.
 
Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wir sehen, dass der Mobilfunkpakt und unser Gigabit Masterplan greifen und begrüßen, dass die Netzbetreiber zu ihren Verabredungen stehen. Aber es gibt noch eine Menge zu tun: Wir arbeiten deshalb ehrgeizig an der weiteren Umsetzung, um Nordrhein-Westfalen zum Leitmarkt für die nächste Mobilfunkgeneration 5G weiterzuentwickeln und schnellstmöglich Schulen und Gewerbegebiete an Gigabitnetze anzuschließen.“

Die Zwischenbilanz im Überblick:

Mit dem Mobilfunkpakt haben das Land und die Mobilfunknetzbetreiber Teléfonica Germany, Telekom Deutschland und Vodafone festgelegt, insgesamt 99 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen bis Ende 2019 mit verlässlicher Sprachtelefonie und schnellem mobilen Internet zu versorgen. Darüber hinaus sollen bis Sommer 2021 1.350 LTE-Basisstationen neu errichtet und weitere 5.500 bestehende aufgerüstet werden, um die Versorgung in der Fläche zu verbessern.

  • Alleine im zweiten Halbjahr 2018 wurden mehr als 100 LTE-Basisstationen neu errichtet und mehr als 950 auf LTE umgerüstet.
  • Für das Jahr 2019 sieht die Planung der Mobilfunknetzbetreiber die Neuerrichtung von rund 400 LTE-Basisstationen sowie die Aufrüstung von mehr als 1.200 Basisstationen auf LTE vor.
  • Im Zuge des Ausbaus konnten „weiße Flecken“ in vielen Regionen beseitigt werden. Auch an den Hauptverkehrswegen, zum Beispiel den Autobahnen A46 und A57 sowie an der ICE-Strecke Kamen-Dortmund, wurden Versorgungslücken geschlossen.
  • Der LTE-Ausbau der Netzbetreiber im 2. Halbjahr 2018 kann als aggregierte Versorgungskarte abgerufen werden. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen haben außerdem die Möglichkeit, auf den interaktiven Versorgungskarten auf den Webseiten der Netzbetreiber die Mobilfunkabdeckung straßengenau und technologiescharf einzusehen (siehe unten). 

Mit dem Gigabit Masterplan haben das Land, die führenden Netzbetreiber und die Branchenverbände eine Zusammenarbeit vereinbart, die den Ausbau flächendeckender gigabitfähiger Netze bis 2025 sicherstellt. Bis 2022 sollen alle Gewerbegebiete und Schulen angeschlossen sein. Erhebungen der fünf Geschäftsstellen Gigabit.NRW und des Kompetenzzentrums zeigen:

  • Von den 5.500 Schulen in Nordrhein-Westfalen verfügen aktuell 16 Prozent über einen Glasfaseranschluss. Dank weiterer Förderaktivitäten und des eigenwirtschaftlichen Ausbaus werden mehr als 60 Prozent der Schulen in Nordrhein-Westfalen bis Ende 2020 an Glasfasernetze angeschlossen.
  • Aktuell sind erst neun Prozent der kommunalen Gewerbegebiete vollständig mit Glasfaseranschlüssen versorgt. Weitere 17 Prozent sind teilweise erschlossen. Geförderte und bisher bekannte eigenwirtschaftliche Ausbauplanungen stellen eine vollständige Glasfaserversorgung von 37 Prozent der Gewerbegebiete bis Ende 2020 sicher.
  • Die neu erstellte Datengrundlage hilft dabei, die Kommunen beim Anschluss der noch nicht versorgten Schulen und Gewerbegebiete zu motivieren und zu unterstützen. Entscheidend ist, dass sie das umfassende Beratungs- und Förderangebot des Landes nutzen.
  • 98 Prozent der nordrhein-westfälischen Haushalte verfügen nach Abschluss der laufenden Ausbauprojekte über Internet mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde. Für die verbliebenen zwei Prozent sollten die Kommunen jetzt die geförderte Erschließung beantragen.
  • Etwa 25 Prozent der Haushalte sind sogenannte „graue Flecken“, die derzeit aufgrund der sogenannten „Aufgreifschwelle“ nicht gefördert werden können. Hier ist der Bund aufgefordert, zügig die europarechtliche Genehmigung zur Förderung einzuholen. 

Weitere Informationen:
Aktuelle Karten zur Mobilfunkversorgung in Nordrhein-Westfalen und weiterführende Links finden Sie unter www.wirtschaft.nrw/mobilfunk-nrw.
Informationen zum Glasfaserausbau bietet der GigabitAtlas.NRW unter www.gigabit.nrw.de.

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