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Düren: Ein Kirmesplatz, bei dem die Rollos in den Budengassen noch herabgelassen sind, auf dem statt sich langsam vorwärtsschiebender Menschenmassen Lastwagen mit schweren Teilen der Fahrgeschäfte langfahren, vermittelt ein ganz anderes Gefühl als Kirmes in Bewegung. Bevor die bunten Lichter blinken, die Karussells sich drehen und es aus den Buden so richtig nach Mandeln und Würstchen duftet, muss erst einmal hart gearbeitet werden.

„Live sieht die Annakirmes anders aus als auf Papier. Wir haben jetzt die heiße Phase, und alles läuft reibungslos“, sagt Hans Bert Cremer, Vorsitzender des Dürener Schaustellerverbandes.
Drei Tage vor Annakirmesbeginn sind alle Fahrgeschäfte angekommen. Überall auf dem Platz wird aufgebaut. Noch sitzt der Pirat in der Wildwasserbahn ziemlich einsam da und wartet auf den Hydranten, der das wilde Wasser bringt. Noch liegen die Monster auf dem Lastwagenanhänger vor der Geisterbahn. Die Bayern-Festhallen, die auf der diesjährigen Annakirmes Premiere hat, ist fast fertig mit Bänken und Emporen, die rund 800 Menschen fassen können  und einer erhöhten Bühne, auf der jeden Tag Programm sein wird. Die diesjährigen Annamarkt-Krüge stehen auch schon einladend auf dem Tisch und warten auf den Fassanstich durch Bürgermeister Paul Larue am Samstag.


Das Gerüst des Riesenrades wird von Menschen erklettert, die es langsam aufbauen und in die Höhe wachsen lassen. Mit den Fahrgeschäften wächst die Vorfreude. „Ich bin gespannt, wie das am Samstag aussieht, wenn alles in Bewegung ist“, meint Platzmeister Achim Greiff. In der Nacht ist Schausteller Rudolf Bausch mit seinem „Top Spin No 1“ auf dem Platz eingetroffen. Er war so um 1952 das erste Mal auf der Annakirmes mit seinen Eltern. Seit den 60er Jahren ist er als Schausteller vom Platz nicht mehr wegzudenken. Warum er so lange schon auf der Annakirmes dabei ist?  „Die Dürener lieben ihre Annakirmes!“ sagt Rudolf Bausch, und damit hat er Recht: Die Liebe der Dürenerinnen und Dürener zur Annakirmes macht sie zu etwas Besonderem.


Damit das so bleibt, sind auch die Preise bei den Fahrgeschäften stabil geblieben, versichert Hans Bert Cremer. „Wir sind ein Volksfest und wollen volkstümlich bleiben. Kirmes muss erschwinglich bleiben.“

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