Bild: Symbolbild Polizei

Düren: Am Sonntag rief ein Autokorso die Polizei auf den Plan. Gegen 21:50 Uhr feierten türkische Mitbürger den Ausgang der Wahl in der Türkei. Zwischen 30 und 50 Pkw nahmen aus diesem Grund an einem Autokorso teil.

Die Fahrzeugführer begaben sich auf den Kaiserplatz. Die hinzugerufenen Beamten lösten den Autokorso auf und fertigten mehrere Ordnungswidrigkeitsanzeigen. So wurden unter anderem Kinder ohne jegliche Sicherung transportiert. Im Umfeld dieser Ansammlung von Fahrzeugen kam es auch zu Körperverletzungsdelikten. So gaben Jugendliche an, dass am Kaiserplatz Personen aus den Fahrzeugen ausgestiegen und auf sie zugekommen seien. Einige der Jugendlichen liefen daraufhin weg, konnten aber noch sehen, dass mindestens zwei der verbliebenen geschlagen worden seien. Bei Eintreffen der Polizei befanden sich die möglichen Geschädigten nicht mehr vor Ort. Angaben zu Verletzungen ergaben sich daher nicht.

Auf der Schenkelstraße sprang ein 47-jähriger Dürener auf zwei Fahrzeuge aus dem Autokorso und verursachte dadurch Sachschäden in Höhe von circa 500 Euro. Diese Handlung wäre Ausdruck seiner Freude gewesen, gab der Mann gegenüber den Beamten an. Er ist jedoch auch Beschuldigter einer Körperverletzung. Eine 29-jährige Dürenerin, die als Beifahrerin in einem Pkw saß, hatte angegeben, der 47-Jährige habe sie durch ein geöffnetes Seitenfenster geschlagen. Umgekehrt gab der Mann aber auch an, selber von mehreren Unbekannten geschlagen worden zu sein.

Auch am Friedrich-Ebert-Platz musste die Polizei einschreiten. Hier waren Fahrzeuge hupend und mit türkischen Fahnen versehen unterwegs. Im Zuge der Ahndung eines Verkehrsverstoßes wurde ein Pkw angehalten und kontrolliert. Da der Fahrzeugführer sich nicht ausweisen konnte, sollte er zur Identitätsfeststellung zur Wache verbracht werden. Der Mann, ein 21-Jähriger aus Düren, setzte sich dagegen zu Wehr. Ein 22-jähriger Mitfahrer wollte die Mitnahme des 21-Jährigen verhindern. Beide sehen sich nun einem Strafverfahren wegen Widerstandes und versuchter Gefangenenbefreiung gegenüber.

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