Düren: Düren hat gemeinsam mit Gütersloh und dem Landkreis Cochem-Zell aus 44 eingereichten Bewerbungen den Bundeswettbewerb „Modellkommune E-Government“ gewonnen.

„Ich habe das als ziemlich sensationelle Nachricht empfunden!“, erklärte Harald Sievers, Erster Beigeordneter der Stadt Düren, begeistert. Das komplette fünfköpfige Kompetenzteam der Stadtverwaltung stellte das Konzept vor, das Düren zu einer von drei Modellkommunen macht, die mit 100 000 Euro bei der Umsetzung ihres Konzeptes innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren unterstützt werden.

Bürgermeister Paul Larue dankte den Kolleginnen und Kollegen für die geleistete Vorarbeit, die zu dem schönen Ergebnis geführt hat. „Die Stadt Düren ist schon lange bemüht,  sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch nach außen für die Bürgerinnen und Bürger ein guter Dienstleister zu sein.

Das wollen wir auch weiterhin zunehmend tun. Wer will, soll mit dem Rathaus elektronisch von zu Hause oder unterwegs  rund um die Uhr kommunizieren und vieles per Computer erledigen können.“,  sagte Paul Larue und betonte, dass selbstverständlich auch die anderen Wege über persönliche Kontakte im Bürgerbüro oder weiterer Dienststellen erhalten bleiben, um für alle Bürgerinnen und Bürgert barrierefrei erreichbar zu sein.

„Wir haben uns gegen eine sehr harte und kompetente Konkurrenz durchgesetzt!, unterstrich Harald Sievers. „Das ist wirklich bemerkenswert und gibt Schub.“ Größten Kundennutzen zu erzielen bei gleichzeitiger größtmöglicher Effizienz für die Stadtverwaltung sieht er als das angestrebte Ziel bei der Umsetzung des Konzeptes, das überdies durch verstärktes Marketing eine breite Wirkung erzielen soll.

„Wir können mit Recht stolz sein. Was wir entwickeln, hat auch das Ziel modellhaft, das heißt auf andere, auch auf größere Kommunen bundesweit übertragbar zu sein.“
Dr. Thomas Horst, als neuer stellvertretender Leiter des Hauptamtes der Stadt Düren mit im Kompetenzteam E-Government, benannte drei herausragende Punkte des Konzeptes: Zunächst soll mittels einer Umfrage in der Stadt Düren der aktuelle Bedarf der Bevölkerung ermittelt werden, um im zweiten Schritt der Auswertung die Dienstleistungen zu ermitteln, die dem Bürger am wichtigsten sind.

So könnte der Antrag auf Wohngeld bundesweit einheitlich erfolgen, eventuell mit neuen Zahlungsarten. Der dritte Schritt, so Dr. Horst, müsse sein, Bedarf und Anwendungen  zu erhöhen, indem die Online-Angebote für den Bürger möglichst hürdenfrei und mit allgemein verständlichen Anweisungen erstellt werden.

Schulungen  der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerbüro sind ebenfalls vorgesehen. Am Schluss des zweijährigen Modellprojektes wird das Kompetenzteam eine Dokumentation erstellen, an der sich andere Kommunen bundesweit orientieren können.

„Wir haben uns sehr gefreut, mit der Stadt Düren den Wettbewerb zu gewinnen und die in Ansätzen gemachten Lösungen mit dem gewonnenen Geld weiter optimieren zu können“, sagte Jorma Klauss, Leiter Center E-Government der regio iT und betonte, dass selbstverständlich in Sachen Datenschutz die größte Sicherheit gegeben ist.

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