Bild: T. Kraus Symbolbild

Kerpen-Manheim: Die Polizei hat heute im Kerpener Stadtteil Manheim (alt) 13 besetzte Häuser geräumt. Der Aufforderung, die besetzten Häuser freiwillig zu verlassen, waren die Besetzer nach entsprechenden Lautsprecherdurchsagen der Polizei nicht nachgekommen.

Insgesamt wurden durch die Polizei 23 Personen aus den Häusern verbracht. Die sieben Männer, 14 Frauen und zwei Personen dritten Geschlechts, die größtenteils der Protestszene rund um den Hambacher Forst zuzurechnen sind, wurden nach Identitätsfeststellung in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Köln entlassen. Gegen sie wurden Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet. Die meisten der Personen leisteten passiven Widerstand.

Nach den ersten Hausräumungen hatten sich gegen 9.20 Uhr weitere acht Personen auf das Dach des Hauses Forsthausstraße 126 begeben. Trotz mehrfacher Aufforderung und intensiven Gesprächen weigerten sie sich, freiwillig herunter zu kommen. Aufgrund dieser Gefahrenlage wurde die Feuerwehr Kerpen bei den Rettungsmaßnahmen durch die Polizei mit dem Einsatz einer Verhandlungsgruppe, einem Höhenrettungsteam und einer Spezialeinheit unterstützt. Aufgrund eines Eilantrages einer Privatperson gegen die Räumung des Hauses Forsthausstraße 126 setzt die Polizei gegen 13.30 Uhr die Räumungsarbeiten an diesem Haus bis zu einer endgültigen Entscheidung des Gerichtes vorerst aus. In dieser Zeit verließen zwei Männer und eine Person dritten Geschlechts freiwillig das Haus. Die fünf anderen Personen verschwanden im Haus.

Eine Person, die sich ebenfalls in der Forsthausstraße auf dem Dach eines Wohnhauses aufgehalten hatte, verließ dieses nach mehrfacher Aufforderung freiwillig. Gegen 18.30 Uhr räumte die Polizei ein Haus in Morschenich. In der Elsdorfer Straße waren fünf Frauen und drei Männer widerrechtlich in zwei Häuser eingedrungen.

Bereits in der Nacht hatte die Polizei ein rechtswidriges Camp von "Ende Gelände" auf einem Sportplatz in Kerpen-Manheim (alt) abgebaut und die Zelte sichergestellt. Bei 109 Personen führte die Polizei Maßnahmen zur Identitätsfeststellung durch. Alle Personen wurden danach entlassen und erhielten einen Platzverweis.

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