Bild: T. Kraus

Hambacher Forst: Alle Polizistinnen und Polizisten, die in den vergangenen Wochen bei der Räumung des Hambacher Forstes eingesetzt waren, erhalten zwei Tage Sonderurlaub. Das hat Innenminister Herbert Reul heute bei einem Treffen mit Angehörigen der 12., 14. und 15. Bereitschaftspolizeihundertschaft sowie der 3.Technischen Einsatzeinheit verkündet.

Der Minister war zu den Einheiten nach Brühl gefahren, um sich von den Beamtinnen und Beamten aus erster Hand über den Einsatz im rheinischen Braunkohlerevier berichten zu lassen. „Dieser Einsatz bedeutete für Sie alle ganz besondere Belastungen, deshalb verdient er auch ganz besondere Wertschätzung. Viele von ihnen waren für den Einsatz tagelang von Ihren Familien getrennt, deshalb will ich ihnen mit den zwei zusätzlichen Urlaubstagen wenigstens einen Teil dieser verloren gegangenen Familienzeit zurückgeben“, sagte Reul an die Adresse der Beamtinnen und Beamten. Reul dankte den Mitarbeitern in Brühl stellvertretend für alle anderen an dem Einsatz beteiligten Mitarbeitern im Land.

Der Minister betonte, dass der Einsatz für die Mitarbeiter sowohl körperlich als auch mental eine außergewöhnliche Herausforderung gewesen sei. Er erinnerte daran, dass die Beamten zum Teil mit Zwillen beschossen, mit Steinen beworfen und mit Fäkalien übergossen worden seien. „Trotzdem haben Sie hochprofessionell Ihre Arbeit geleistet. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, so Reul.

Von dem Sonderurlaub profitieren neben den Polizeivollzugsbeamten auch alle weiteren Regierungsmitarbeiter, die in der sogenannten Besonderen Aufbauorganisation für den Einsatz am Hambacher Forst Dienst getan haben. Dazu  zählen zum Beispiel Polizeiärzte, Fahrer und Versorgungshelfer. Die zwei Urlaubstage können ab sofort bis zum Ende des kommenden Jahres genommen werden.

Die nordrhein-westfälische Polizei hat in den vergangenen Wochen die Räumung der illegalen Baumhäuser im Hambacher Forst durchgeführt. Die Polizistinnen und Polizisten wurden im Rahmen einer von den Bauämtern der Stadt Kerpen und des Kreises Düren beantragten Vollzugshilfe tätig.

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