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Jülich: Bei der Suche nach möglichen Quellen für die Legionellen-Erkrankungen in Jülich gibt es neue Erkenntnisse. Erste Ergebnisse von Proben aus dem Kraftwerk in Weisweiler, die heute dem Kreis Düren und dem Landesumweltamt (LANUV) mitgeteilt wurden, zeigen eine Belastung des Kühlwassers mit Legionellen.  Die Konzentrationen reichen von 7.500 Kolonien pro 100 ml im Block H bis zu 61.500 Kolonien im Block F, der Ablauf Q ist mit 4.000 Kolonien pro 100 ml belastet. Das Kraftwerk Weisweiler liegt in der Städteregion Aachen unweit von Jülich.

Weitere Befunde gibt es in den Rückkühlwerken des Forschungszentrums Jülich sowie den Rückkühlwerken eines metallverarbeitenden sowie eines kunststoffverarbeitenden Betriebes. Die Rückkühlwerke sind inzwischen außer Betrieb.

Ob diese Legionellen-Befunde ursächlich mit den Erkrankungen in Jülich in einem Zusammenhang stehen, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. So wurden die aus dem Kraftwerk isolierten Legionellen bereits an ein Speziallabor nach Dresden versendet, um dort einen Abgleich mit den Legionellen-Typen durchzuführen, die bei Patientinnen und Patienten aus Jülich festgestellt wurden.

Darüber hinaus hat das Umweltministerium die Bezirksregierung in Köln angewiesen, gemeinsam mit dem Betreiber des Kraftwerkes Weisweiler, RWE, Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung zu reduzieren.

Das Umweltministerium hat als weitere Reaktion auf die neuen Ergebnisse Vertreterinnen und Vertreter der Kreise, der Bezirksregierung Köln, der Universität Bonn, des Landesumweltamtes (LANUV), des Landeszentrums Gesundheit (LZG) sowie des Kraftwerksbetreibers für Donnerstag eingeladen, um weitere Maßnahmen abzustimmen.

Bei der Häufung von Lungenentzündungen durch Legionellen in Jülich konnte der Erreger bislang bei 30 Patientinnen und Patienten als Verursacher festgestellt werden. Der letzte Patient mit einer nachgewiesenen Lungenentzündung durch Legionellen erkrankte am 15. September 2014.

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