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Düren: Bei einem weiteren Einsatz hat heute (11.07.) die Task Force „Problemimmobilien“ zwei Objekte in Nord-Düren überprüft.

Beteiligt waren verschiedene Ämter der Stadtverwaltung Düren: das Ordnungsamt (SOD und Gewerbeangelegenheiten), das Bauordnungsamt, das Bürgerbüro, das Sozialamt einschließlich der Wohnungsaufsicht sowie die Feuerwehr. Daneben nahmen der Dürener Service Betrieb, die Leitungspartner GmbH, die job-com des Kreises Düren, die Finanzverwaltung Düren und das Hauptzollamt Aachen an der Objektüberprüfung teil. Zur Sicherung der eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zur Objektsicherung wurden die beiden Maßnahmen durch Kräfte der Polizei Düren im Wege der Amtshilfe unterstützt.

Anlass für die Überprüfungen waren konkrete Hinweise, dass sich in den Unterkünften unter anderem Personen illegal aufhalten, feuerschutzrechtliche- und baurechtliche Vorschriften missachtet werden, Wohnungen überbelegt sind und ein auffällig hohes Müllaufkommen vorliegt. Bei den Überprüfungen in beiden Häusern stellten das Bauordnungsamt, die Wohnungsaufsicht und die Feuerwehr teilweise erhebliche statische und brandschutzrelevante Mängel sowie Verstöße gegen baurechtliche Vorschriften fest.

So fehlte es in einem Fall an dem vorgeschriebenen Rettungsweg, im anderen Objekt waren die Rettungsfenster zu klein und die Entrauchungsöffnung im Treppenhaus war zugemauert. In beiden Objekten wurde die weitere Nutzung von mehreren Wohneinheiten sofort untersagt. Die betroffenen Nutzer müssen ihre Wohnräume verlassen, das Sozialamt der Stadt hat für die insgesamt sieben Personen eine Unterbringung im städtischen Obdachlosenasyl vorgesehen. Das baurechtliche Prüfverfahren dauert noch an. Die Eigentümer der jeweiligen Objekte erhalten demnächst eine Aufforderung des Bauordnungsamtes zur umgehenden Beseitigung der Mängel. Neben dem Bauordnungsamt wird auch die Wohnungsaufsicht die Angelegenheit weiterverfolgen.

Bei beiden Maßnahmen erfolgte zudem eine melderechtliche Überprüfung der in den Gebäuden angetroffenen Personen. Dabei wurde festgestellt, dass einige für die jeweilige Immobilie gemeldete Personen nicht mehr dort wohnhaft sind. Sie werden nun von Amtswegen abgemeldet. In beiden Objekten wohnten allerdings viele Personen unangemeldet. Auch hier wird die Angelegenheit vom Fachamt weiter verfolgt. In beiden Häusern wurden zudem fehlerhaft installierte Geräte vorgefunden, bei denen die Gefahr eines Stromschlages bei Berühren der Anlagen bestand. Dies hatte in einem Objekt zur Folge, dass dort der Strom abgesperrt wurde. Auch waren mehrere nicht genehmigte Öfen aufgestellt, deren Betrieb lebensgefährlich sein könnte. Diese sind sofort zu entfernen.

Seit Dezember 2018 hat die Task Force „Problemimmobilien Düren“ jetzt 14 Problemimmobilien überprüft. Ziel der Arbeitsgruppe ist insbesondere eine ämterübergreifende Zusammenarbeit sowie eine Vernetzung behördlicher Stellen, um konsequent gegen verschiedene Problemlagen bei Immobilien wie etwa Verwahrlosung, Überbelegung, Verfall oder Vermietungsmissbrauch vorzugehen. Auch der unberechtigte Bezug von Sozialleistungen wird bei den Task-Force-Einsätzen überprüft. Die Überprüfungen werden auch weiterhin regelmäßig fortgesetzt, kündigte Rechtsdezernentin und Einsatzleiterin Christine Käuffer an.

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