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dueren-magazin.de Symbolbild

Jülich: Am gestrigen Dienstag wurde ein Senioren-Ehepaar aus Koslar zum Opfer des Enkeltricks. Sie überreichten Unbekannten eine hohe Summe an Bargeld.

30 Minuten - länger brauchten die unbekannten Täter nicht, um eine betagte Jülicherin und ihren Mann davon zu überzeugen, eine hohe Geldsumme abzuheben und diese einer unbekannten Frau zu überreichen. Um 12:44 Uhr hatte ein Mann mit unterdrückter Nummer auf dem Festnetz des Paares angerufen. Er sprach mit der Seniorin und machte ihr glauben, er sei ihr Enkel und in Geldnöten. Da die Eheleute tatsächlich einen Enkel haben, glaubten sie dem Betrüger und entschieden sich zu "helfen". Der Rentner wurde zur Bank geschickt, um das Geld abzuheben, während die Frau die ganze Zeit in der Leitung gehalten wurde, sodass sie nie die Chance hatte, ihren Enkel oder die Polizei anzurufen.

Um 13:15 Uhr erschien eine Frau an der Haustür der Geschädigten, die als Freundin des vermeintlichen Enkels angekündigt war. Mit der Ankunft der Frau wurde auch das Telefonat beendet. Die Senioren übergaben ihr Erspartes, woraufhin sich die Unbekannte in einem Auto entfernte. Als schließlich gegen 14:30 Uhr nicht wie am Telefon angekündigt der Enkel der beiden vorbeikam, "um ihnen alles zu erklären", riefen sie ihren echten Enkel an. Im Verlauf des Gesprächs wurde klar, dass die Senioren Opfer eines Betrugs geworden waren. Bei der Geldabholerin handelt es sich um eine Frau in den 20ern oder 30ern, die etwa 1,60 m groß und korpulent war. Sie hatte dunkle Haare und trug eine schwarze Hose und einen schwarzen Schal, außerdem sprach sie akzentfreies Deutsch. Das Auto, mit dem die Betrügerin flüchtete, war möglicherweise gelb. Zeugen, die zum Tatzeitpunkt in dem Bereich zwischen Leisartstraße, Theodor-Heuss-Straße und Michelsberger Straße etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Einsatzleitstelle der Polizei unter der Nummer 02421 949-6425 in Verbindung zu setzen.

 

Die Polizei rät: Lassen Sie sich nicht durch Anrufe wie diese in die Irre führen! Legen Sie auf und informieren Sie bei Bedarf die echte Polizei. Rufen Sie Angehörige oder Freunde selbst an und sprechen Sie mit Ihnen über Anrufe, die Ihnen merkwürdig vorkommen. Geben Sie nie Details zu Ihren persönlichen oder finanziellen Verhältnissen am Telefon preis

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