Foto: Viele haben daran mitgearbeitet, das Jobticket für die Stadtverwaltung Düren auf den Weg zu bringen. Foto: Stadt Düren/mah

Düren: Für die Einführung eines Jobtickets bei der Stadt Düren wurde ein Vertrag mit dem zuständigen Aachener Verkehrsverbund sowie der Dürener Kreisbahn als federführendem Verkehrsunternehmen abgeschlossen. Im grundsätzlich vom Stadtrat beschlossenen Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Mobilität“  ist diese Maßnahme mit höchster Priorität aufgeführt, denn sie bewirkt direkte Emissionseinsparungen und verbesserte Mobilitätsbedingungen für die Beschäftigten der Stadtverwaltung. Zudem ist auch die Vorbildfunktion der Stadt Düren gegenüber anderen Behörden und Betrieben ein wichtiges Motiv für die Einführung eines Jobtickets.

„Die Stadtverwaltung Düren verfügt am zentralen Verwaltungsstandort mit Rathaus, Bürgerbüro und City-Karree durch den Kaiserplatz als zentralen Busknotenpunkt sowie durch die räumliche Nähe zum Bahnhof über eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.“, sagt Paul Larue, Bürgermeister der Stadt Düren. „Neben einer guten Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für viele Berufstätige der günstige Preis für die öffentlichen Verkehrsmittel das wesentliche Nutzungsargument für einen Umstieg auf den ÖPNV.“
Nach einer Personalumfrage aus dem Jahr 2015 liegt der ÖPNV-Anteil für den Arbeitsweg in der städtischen Belegschaft bei 15%. Durch die Einführung eines Jobtickets bei der Stadt Düren wird von einer Steigerung des ÖPNV-Anteils auf mindestens 20 % ausgegangen. Aktuell haben bereits mehr als 80 der berechtigten Kolleginnen und Kollegen mit Arbeitsplatz in der Innenstadt (insgesamt ca. 600) ein Jobticket bestellt. Der jährliche Zuschuss der Stadt beträgt ca. 120.000 € und soll sich in den Folgejahren durch eine steigende Abnehmerquote in der Belegschaft verringern.
„Der neue Jobticketvertrag stellt ein attraktives Angebot für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs dar und dies insbesondere auch vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um Dieselfahrverbote und Feinstaubbelastung. Damit soll das Ziel der Verkehrsentlastung - insbesondere unter umweltpolitischen Gesichtspunkten - erreicht werden.“, betont Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbundes.
Die Einführung eines Jobtickets in der Stadtverwaltung Düren entspannt und entlastet die Parkplatz- und Verkehrssituation in der Innenstadt und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Stadtverwaltung im Arbeitsmarkt positiv zu positionie-ren.

Das AVV-Jobticketmodell basiert auf einem Solidarmodell. Das heißt, dass die Stadt Düren nach der vorliegenden Vertragsgrundlage für alle Mitarbeiter mit Arbeitsplatz an den zentralen Verwaltungsstandorten (Haus der Stadt, Ordnungsamt, Musikschule, Rathaus, City-Karree, Volkshochschule, Hoesch- und Papiermuseum, Grundschule Im Pesch sowie Weierstraße 6) solidarisch ein Jobticket erwirbt, egal ob die jeweiligen Arbeitnehmer es nutzen möchten oder nicht. Die Umfinanzierung auf die städtischen Mitarbeiter erfolgt selbstständig über den Arbeitgeber mit Zustimmung des Personalrates über drei Preisstufen von 35 Euro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Wohnsitz im Stadtgebiet, über 50 Euro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Wohnsitz außerhalb von Düren im AVV, bis 65 Euro für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich des VRS. Auszubildende erhalten für die drei Preisstufen noch jeweils einen Rabatt von 10 € pro Monat.
Der Bezug des Jobtickets erfolgt mindestens über ein halbes Jahr, um auch Fahrrad fahrenden Mitarbeitern eine Alternative über den Winter zu bieten. Zur Einführung des Jobtickets sind aufgrund des hohen Parkplatzdrucks sowie der innerstädtischen Aspekte Klimaschutz und Luftreinhaltung zunächst die Standorte in der Innenstadt vorgesehen. Eine Ausweitung auf weitere Standorte ist aber bei einer positiven Entwicklung denkbar.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche ein Jobticket unter den genannten Preiskonditionen erwerben, haben durch das Ticket zudem verbundweit die Möglichkeit, an Werktagen ab 19 Uhr sowie am Wochenende ganztags einen Erwachsenen und drei Kinder unter 15 Jahren kostenlos mitzunehmen.

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